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Das Interesse an der Diskussion zu einer freien Schule in Uebigau war groß, sowohl von Einwohnern der Stadt, als auch von Seiten der Politik. FOTO: LR / Rico Meißner

Und genau dazu widersprach sich Thomas Drescher. Der Grund der Ablehnung liege offiziell darin, dass die Eignung des Lehrpersonals angezweifelt werde. „Für dieses anspruchsvolle Projekt müsste schon fast jeder Lehrer sonderpädagogische Kompetenzen haben“, so der Mann aus Potsdam später. Gerade bei Grundschulen liege die Messlatte sehr hoch. Auf der Bühne allerdings verwies er noch darauf, dass nicht einmal alle Klassen an den staatlichen Schulen der Region entsprechend der Norm gefüllt seien und forderte mehr kommunalpolitische Anstrengungen. Prompt erhielt er darauf die Antwort von Christin Heidrich: „Also scheint es doch nicht unser Konzept und Personal zu sein, was der Genehmigung im Wege steht.“ Auch Dreschers viele Verweise auf Datenschutz und Klageverfahren kamen als Antworten nicht gut an. Rainer Genilke (CDU) meinte, „ein Klageverfahren sein kein Busch, hinter den man sich zurückziehen könne“.

Bürgermeister Andreas Claus indes hofft noch. „Wir wollen die Fronten nicht verhärten. Warum wäre eine Genehmigung mit Auflagen nicht denkbar?“ Auch sein Amtskollege aus Falkenberg, Herold Quick, befürwortet eine Eröffnung der Schule. „Das wäre ein weiterer positiver Mosaikstein für die Kurstadtregion.“ Er habe Respekt für die Courage der Uebigauer, die sich so intensiv für das Projekt einsetzen.

Ortsvorsteher Ulrich Jachmann zeigte sich nach dem Gespräch enttäuscht. „Viele Bürger konnten keine Frage stellen, genau das haben sie sich aber gewünscht. Immerhin, entscheidend sind doch die Leute, die hier sitzen und stehen.“ Auf jeden Fall wolle Nadin Kramer nicht resignieren, ebenso wenig wie der Lenka-Verein. Sie ist sich sicher: „Wir kämpfen weiter .“

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