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Neues Angebot

Im Beruflichen Gymnasium hält das Handwerker-Abitur Einzug

Mit Geschick und Verstand etwas Vorzeigbares schaffen, ist ein lohnendes Ziel. Doch den langen Weg bis zum Handwerksmeister scheut so mancher, aber den können interessierte Jugendliche jetzt mithilfe des neuen Ausbildungsangebots am Beruflichen Gymnasium in Falkenberg abkürzen.  FOTO: Carlos André Santos - stock.ado / fotolia

Falkenberg. Ab dem neuen Schuljahr geht es los. Interessierte Jugendliche sind willkommen!

Das Berufliche Gymnasium in Falkenberg wird im Sommer mit Beginn des nächsten Schuljahres ein neues Angebot offerieren: das Handwerker-Abitur, oder anders gesagt das Abitur mit Mehrwert für ambitionierte Meisterpläne. Es ist ein Kooperationsprojekt von Handwerkskammer Cottbus, dem Brandenburger Bildungsministerium und den Oberstufenzentren.

Wer sich für das Berufliche Gymnasium plus Handwerk entscheidet, hat nach drei Jahren nicht nur das Abi in der Tasche, sondern zusätzlich die Chance auf eine verkürzte Berufsausbildung im Handwerk und bereits einen Teil der Meisterausbildung absolviert, sodass er sich sehr schnell zum Meister und damit auch für eine Führungsposition im Handwerk qualifizieren kann. Ab der 11. Klasse können die Schüler bei Praktika im Handwerk ausprobieren, was ihnen liegt. Die Handwerkskammer hat diesen Weg initiiert, um junge qualifizierte Menschen für das inzwischen kräftig modernisierte Handwerk zu begeistern und sie mit guten Jobs und Karrierechancen in der Region zu halten. Am OSZ Cottbus und Dahme-Spreewald kann dieser Weg zum Abitur bereits einschlagen werden. In den OSZ Elbe-Elster und Lausitz beginnt das Handwerker-Abitur im kommenden Schuljahr.

„Das Berufliche Gymnasium wird eine völlig neue Beziehung zwischen Handwerksmeistern und deren möglichen Nachfolgern vermitteln“, verspricht Gunter Gesper, Abteilungsleiter in Falkenberg. Der Stundenplan sei so gebaut, dass interessierte Schülerinnen und Schüler in der gymnasialen Oberstufe im Schwerpunkt Wirtschaft bereits zwei Komponenten der Meisterausbildung erwerben. „Damit stehen sie nach einer anschließenden Lehre im Handwerksbetrieb schneller als andere als hochqualifizierte Jungmeister zur Verfügung“, ist Ges­per überzeugt, sowohl für Berufsstarter als auf für Handwerksbetriebe vor Ort einen ansprechenden Bildungsgang anbieten zu können. Erst recht in Zeiten, wo Probleme bei der Betriebsnachfolge und Fachkräftemangel immer offenkundiger werden.  „Empfehlen Sie Ihren geschicktesten Praktikanten oder Ferienarbeitern diesen attraktiven Ausbildungsweg“, fordert er Handwerker auf.

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