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Große Hoffnung setzt Horst Bielagk in den Mais, der auf 6000 Hektar steht. Hier hat das Wetter gut mitgespielt. "Der steht hervorragend und ist so hoch wie in den letzten Jahren nicht. Entscheidend ist der Maiskolben, der den Energiegehalt der Futterpflanze bestimmt", sagt er.

Insgesamt schätzt Horst Bielagk die ersten acht Monate des Jahres besser ein, als die im vergangenen Jahr. Das liegt vor allem an den höheren Erlösen, die die Bauern für Milch und Schweinefleisch erzielen. Momentan ist es ein Grundpreis von 35,5 Cent je Liter Milch. Der lag vor einem Jahr bei 22 bis 25 Cent, so Bielagk. Wurden vor Jahresfrist im Durchschnitt 1,30 Euro für ein Kilogramm Mastschwein gezahlt, sind es derzeit 1,70 Euro. Das helfe den Betrieben finanziell sehr, so Bielagk. Viele Betriebe in Deutschland und Europa hätten die Milchproduktion aufgegeben. Dadurch seien etwa drei Prozent weniger Milch auf dem Markt, was den Preis hoch treiben würde, sagt er. Ähnlich sehe es bei Schweinen aus. Auch hier seien die Bestände rückläufig. Die Beyrischen haben die Durststrecke überstanden. Einen Vorteil für seinen Betrieb sieht Horst Bielagk in geschlossenen Kreisläufen sowohl in der Rinder- als auch in der Schweineproduktion. Die Genossenschaft kauft nicht zu.

Die Ansprüche an die Tierproduktion und das Tierwohl werden immer höher. Doch dem stellt man sich in Beyern, auch dank der sehr gut ausgebildeten Tierpfleger, sagt der Chef. Er führt das Antibiotikamonitoring als Beispiel an, das seit zwei Jahren in Brandenburg durchgeführt wird. Die Tierärzte müssten angeben, wie viel Antibiotika sie im Betrieb einsetzen. Anhand der Zahl verkaufter Tiere wird ein Index ermittelt. "Der Index-Durchschnitt in Deutschland beträgt 3,0. Bei uns liegt er bei 0,4", sagt Horst Bielagk. Viele unbegründete negative Urteile über die Landwirtschaft in der Öffentlichkeit ärgern ihn. "Den Tieren bei uns geht es gut, aber wir werden auch in Brandenburg manchmal bei bestimmten Veranstaltungen und Demos immer wieder als Tierquäler dargestellt. Das tut weh", sagt er.

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