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Berufsorientierung für Schüler

Zum 10. Mal „komm auf Tour“ in Elbe-Elster

Für Bildungsdezernent Roland Neumann sind die Eltern die wichtigsten Ansprechpersonen, wenn es um die Wahl eines Praktikums- oder Ausbildungsplatzes ihrer Kinder geht. Er warb dafür, sich vorher zu informieren. Ein Wechsel oder Abbruch einer Lehr sei sehr schlecht. FOTO: Landkreis Elbe-Elster / Holger Fränkel

Elsterwerda. Kreativität, Orientierung, Teamwork und logisches Denken: Ein Netzwerk aus Partnern im Landkreis Elbe-Elster und Oberspreewald-Lausitz machte das Schülerprojekt auch 2019 möglich.

Bereits zum 10. Mal ist das Projekt „komm auf Tour – meine Stärken, meine Zukunft“ zur Berufsorientierung und Lebensplanung für Ober- und Förderschulen aus den Landkreisen Elbe-Elster und Oberspreewald-Lausitz erfolgreich über die Bühne gegangen, informiert Elbe-Elster-Kreissprecher Holger Fränkel. Vom 3. bis 6. September entdeckten rund 800 Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Klassen in Elsterwerda in einem 500 Quadratmeter großen Erlebnisparcours spielerisch ihre Stärken und verbanden diese mit für sie passenden Berufsfeldern.

An dessen sechs Stationen konnten die Jugendlichen ihre Talente geschlechteroffen mit realisierbaren beruflichen Perspektiven verbinden. Altersgerecht waren die Themen Freundschaft, Sexualität und Verhütung integriert. Auch die Erziehungsberechtigten als „wichtigste Berufsberater/innen ihrer Kinder“ wurden bei „komm auf Tour“ eingebunden.

Zum 10. Mal setzten die beiden Landkreise mit Unterstützung der Agentur für Arbeit Cottbus, der Sparkassenstiftung „Zukunft Elbe-Elster-Land“ und der Wirtschaftsregion Lausitz GmbH das Projekt zur Berufsorientierung und Lebensplanung um. Gefragt waren Kreativität, Orientierung, Teamwork und logisches Denken und auch die Eltern entdeckten so die Stärken ihrer Kinder. Zudem wurden die Lehrkräfte in einer Fortbildung, Mitarbeitende von Beratungsstellen als Parcoursbegleitungen sowie regionale Kooperationspartner in die Planung der nächsten Schritte zur Berufsorientierung und Lebensplanung involviert. „Und genau das trifft den Kern“, so Bildungsdezernent Roland Neumann. „Die Jugendlichen müssen sich Gedanken machen, sich ausprobieren was ihnen liegt beziehungsweise wo ihre Stärken sind. Auch das ist Lebensplanung.“ Dem pflichtete Oberspreewald-Lausitz-Landrat Sigurd Heinze bei: „Miteinander reden und vorher informieren ist sehr wichtig. Schlimm wird es, ohne Überlegungen eine Lehrstelle anzufangen und dann festzustellen, ‚ach, das ist nichts für mich.’ Ein Abbruch einer Lehre nach einem Jahr ist nicht gut, quasi verlorene Zeit“.

(pm/blu)
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