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Indes in Hoyerswerda, kurz nach 13 Uhr. Zum mittlerweile dritten Mal greift Sascha Klein zum Telefon. Er lacht. Déja-vu: „Okay, ich probier’s in zehn Minuten noch mal“, sagt er. Immer noch kein Durchkommen zum Bürgermeister. Während ich den Hauptbeitrag für die lokale Seite drei schreibe – es geht um die Neuigkeiten in einem Kita-Zwist in Hoyerswerda – klopft es an unserer Eingangstür. „Herein“, rufe ich. Ein Herr mit Krückstock steht mir gegenüber. Es geht um das Rundschau-Abonnement seiner Mutter. Die Zeitung soll künftig nicht mehr bei ihr, sondern in seinem Briefkasten landen. Ein Fall für unsere Service-Mitarbeiter, die in Cottbus sitzen. Wir klären das Problem innerhalb von zehn Minuten am Telefon. Der Bernsdorfer Senior ist gerade zur Tür heraus, da setzt Sascha Klein zu Versuch Nummer fünf an. Bürgermeister? Immer noch Fehlanzeige.

Fotoapparat und Notizbuch sind des Reporters wichtigste Ausstattung. Trotzdem gehört mehr zum Job als Bilder knipsen und Texte schreiben, wie die Hoyerswerdaer Redakteure Sascha Klein und Rita Seyfert wissen.FOTO: LR / Anja Hummel

In der Zwischenzeit greife ich zum Hörer. Am Vortag hat es einen Unfall gegeben – Fahrerflucht in Hoyerswerda. Ich frage bei der Polizei nach. Gibt es Neuigkeiten zum Täter? Ja. Er wurde gefasst. Ich stelle weitere Fragen. Der Pressesprecher aus der Görlitzer Polizeidirektion verspricht: Am späten Nachmittag gibt es mehr Informationen. Ich lege auf, die Meldung mit den bisherigen Informationen steht wenige Minuten später im Internet. Sobald die anderen Infos im Postfach sind, wird der Online-Beitrag aktualisiert. Diese Version findet dann auch Platz in der Printausgabe.

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