ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
Poledance in Hoyerswerda

Fitness für mehr Selbstvertrauen

FOTO: LR / Anja Hummel

Hoyerswerda. Der Hype um den Sport an der Stange ist längst auch in Hoyerswerda angekommen. Für Frauen ist Poledance nicht nur die perfekte Fitness für einen schöneren Körper, sondern vor allem für größeres Selbstbewusstsein.

Es sieht so einfach aus, als würde es kaum Kraft kosten: Mit dem rechten Bein nimmt Tina Sebastian Schwung, während beide Hände die silberne Stange umfassen. Sie stößt sich mit den Füßen ab, wirft die Beine nach oben und plötzlich hängt sie kopfüber an der Stange. Nicht verkrampft oder angestrengt. Nein, mit einem Lächeln im Gesicht. Sie zeigt ihren neuesten Trick: „Aysha“ heißt die Figur an der Stange. Nur mit den Händen hält sich die 30-Jährige fest, die Beine sind zu einem V gegrätscht, ihre Körperspannung geht bis in die Zehenspitzen.

Tina Sebastian trainiert in Hoyerswerda Poledance – den Tanz mit und an der Stange. Dass es einfach aussieht, hört sie nicht zum ersten Mal. „Der Sport wird oft unterschätzt.“ Das eigene Körpergewicht halten, das erfordert jedoch so einiges an Kraft und Technik. „Aber“, gibt sie gleich Entwarnung, „das kann jeder lernen“. Selber hat die gebürtige Hoyerswerdaerin vor sechs Jahren mit dem Poledance angefangen. Damals arbeitete sie in Leipzig. „Ich hatte Rückenbeschwerden und mir wurde gesagt, ich soll das einfach mal ausprobieren.“ Als „Liebe auf den ersten Blick“ beschreibt die Mutter eines zweijährigen Sohnes ihren ersten Kontakt mit der Stange. Und siehe da: War es am Anfang noch recht „rutschig“, hat sie schon nach kürzester Zeit Fortschritte gemerkt. „Die Rückenprobleme waren weg und ich habe plötzlich Muskeln bekommen“, erinnert sie sich mit einem Lächeln auf den Lippen.

Was ihr auch ein Lächeln ins Gesicht zaubert: ihre Poledance-Kurse in Hoyerswerda. Mittlerweile leitet sie drei davon, hat 18 „Schülerinnen“. Die jüngste ist 20, die älteste Teilnehmerin 42 Jahre alt. „Von Abiturientin bis Mutter ist jeder dabei“, sagt Tina Sebastian. Im Frühjahr hat sie ihre erste Stunde gegeben. „In unserer Wohnung habe ich die Stange nicht untergekriegt“, erzählt sie von ihren Anfängen in Hoyerswerda. Also suchte die zierliche Frau nach einer Trainingsmöglichkeit – zunächst nur für sich selber. „Der Sportclub Hoyerswerda hat mir dann das Okay gegeben.“ Und plötzlich wollten auch andere Frauen mitmachen, „das eine kam zum anderen“. An drei Stangen à drei Meter Höhe werden nun „Diamonds“, „Butterflys“ und Co. trainiert.

top