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Dürre in der Lausitz

Großes Fischsterben in der Schwarzen Elster

Desaster im ausgetrockneten Flussbett: Zentnerweise Elster-Fische sterben. FOTO: LR / Anglerverband Elbflorenz

Hoyerswerda. Steckt eine Umweltstraftat dahinter? Der ökologische Schaden ist schwer abzuschätzen. Schuld ist nicht nur die Dürre.

Zentnerweise Fische sind diese Woche in der ausgetrockneten Elster hinterm Pegel Neuwiese im Bereich Geierswalde verendet. Wie Peter Kluß (63), Mitarbeiter für Gewässerwirtschaft beim Anglerverband Elbflorenz bestätigt, wurde die Schwarze Elster durch die Trockenheit irreversibel geschädigt.

Dabei sind die toten Fische nur die sichtbare Spitze vom Eisberg. Wenn die Elster trocken fällt, wirkt sich das auf die gesamte Nahrungskette aus. „Würmer, Steinfliegen, Libellenlarven, Schnecken, aber auch Flussmuscheln als Nahrungsgrundlage der Fische sterben“, zählt Peter Kluß auf. Und fehlt der Fisch, wandert auch der Fischotter ab.

Noch ist der ökologische Schaden schwer zu schätzen. Für Peter Kluß ein komplexes Dilemma, das niemand verursacht haben will. „Alle zucken mit den Schultern“, sagt er. Da der Anglerverband zu spät Kenntnis bekam, war ein Abfischen nicht mehr rechtzeitig möglich.

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