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Besuch aus Übersee in der Lausitz

Eine Kanadierin schnuppert Seenland-Luft

Rose-Marie Trudel aus Kanada gastiert im Lausitzer Seenland.FOTO: Katrin Demczenko

Hoyerswerda. Das Reisen und Erlernen fremder Sprachen gehört schon immer zum Leben von Rose-Marie Trudel, die seit Oktober 2018 Fremdsprachenassistentin am Lessinggymnasium Hoyerswerda ist.

Als Kind wohnte die Kanadierin mit ihren Eltern auch in Großbritannien, Frankreich und Spanien, spricht also neben ihrer Muttersprache englisch und spanisch. In den letzten Jahren studierte Rose-Marie Trudel in Quebec Deutsch sowie Chinesisch und hat dabei viel über die Geografie und Politik beider Länder erfahren. Nach ihrem erreichten Bachelor-Abschluss will sie erst einmal Deutsch in der Praxis anwenden und schauen, ob der Beruf der Sprachlehrerin für sie das Richtige ist. Dass der Ort für ihr Jahr als Fremdsprachenassistentin Hoyerswerda wurde, hat sie maßgeblich ihrem Vater zu verdanken, berichtete Rose-Marie Trudel. „Er war einige Zeit bei Bombardier in Görlitz beschäftigt und begeisterte mich für die Lausitz.“

Nun ist sie hier und unterstützt die Lehrer im Französischunterricht der Klassenstufen 6 bis 12. Eigene Sprachprojekte führt die Muttersprachlerin zumeist mit Elf- bis 14-jährigen Schülern durch, denen sie schon ihre Familie, Freunde, Kanada und Frankreich vorgestellt hat, resümiert die Französisch-Lehrerin am Lessinggymnasium, Claudia Krause. Wenn Rose-Marie Trudel Zeit hat, gestalte sie auch einzelne Englischstunden mit. Insgesamt gefalle der jungen Frau die Arbeit mit den Jugendlichen. Vielleicht wählt sie in ihrem im Herbst beginnenden Masterstudiengang den Schwerpunkt Pädagogik.

Wie es ihre Art ist, nutzt Rose-Marie Trudel freie Wochenenden oft zum Reisen, um Deutschland und Europa besser kennen zu lernen. Sie besuchte bisher weitere Fremdsprachenassistenten in Dresden und mit ihnen Görlitz, Berlin sowie Budapest. Allein hat die 21-Jährige Hoyerswerda mit Schloss, Zoo sowie der Langen Straße erkundet und findet hier alles recht schön. Die Stadt sei sehr ruhig im Vergleich zum quirligen Quebec in Kanada mit über 500 000 Einwohner. Die Schwarze Elster sei ein winziges Flüsschen gegenüber dem mächtigen St. Lorenz-Strom, der nahe Quebec in den Atlantik mündet. Mit Claudia Krause unternahm Rose-Marie Trudel einen Ausflug ins Lausitzer Seenland, das eine Menge Natur zu bieten hat, die sich ganz anders präsentiert als die Landschaft in der einzigen französischsprachigen Provinz Kanadas. Schön fand Trudel, mit Lehrerin Carsta Domke vom Lessinggymnasium Thanksgiving wie zu Hause feiern zu können. Der Grund für dieses Fest ist der jährliche Besuch einer ehemaligen Austauschülerin aus Alaska, die jetzt in Deutschland studiert, erklärt Carsta Domke.

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