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Chance auf mehr Gemeinsamkeiten beim Tourismus

Krabat verbindet Lausitz mit Kroatien

Die Figur des Krabat – im Hintergrund die Schwarzkollmer Krabatmühle – soll künftig die Lausitz inhaltlich etwas näher an Krabats Heimatland Kroatien bringen. Dort kennt man die Person Johann Schadowitz noch kaum. FOTO: LR / Katrin Janetzko

Wittichenau. Beim Thema Krabat wollen die Lausitz und Kroatien mehr zusammenarbeiten. Dafür müssen die Kroaten den Helden aber erst kennenlernen.

In der Lausitz wächst inzwischen fast jedes Kind mit der Figur Krabat auf. Einerseits, weil es Orte wie die Krabatmühle in Schwarzkollm gibt, Krabats Neues Vorwerk in Groß Särchen und den Krabat-Verein. Andererseits können Lausitzer Kinder Krabat und den Schwarzen Müller – in persona von Wolfgang Kraus und Dieter Klimek – leibhaftig erleben. Auch die Krabatfestspiele sind in Sachsen inzwischen ein Begriff.

Zlatan Avar steht im Saal der Krabat-Milchwelt in Kotten. Wenige Meter neben ihm stehen mehrere Schautafeln zum Thema Krabat. Der stellvertretende Bürgermeister der kroatischen Stadt Varazdin hat indes noch nie etwas von dem Lausitzer Sagen-Helden gehört. Auch Geraldine Cesar von der kroatisch-deutschen Gesellschaft Varazdin sagt: „Vor dieser Reise war uns die Figur des Krabat unbekannt.“ Dabei ist der echte Krabat, kroatisch Janko Sajatovic, deutsch Johann Schadowitz, nur rund 150 Kilometer von Varazdin geboren worden – in Zumberak. Die Landschaft, die Sichelgebirge genannt wird, liegt im kroatisch-slowenischen Grenzgebiet.

Trotz der Nähe ist Krabat bislang in Kroatien kaum ein Begriff – obwohl er das Zeug zu einem kroatischen Helden hat. Das liegt daran, dass mit Krabat meist nur die Romanfigur von Otfried Preußler in Verbindung gebracht wird. Die Romanvorlage hat ihren Ursprung in Eutrich und keine Verbindung nach Kroatien.

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