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Marketingoffensive

Hoyerswerda will Familien anlocken

Die Figur „Mutter und Kind“ von Alexander Ilecko spiegelt sich, genau wie das SWH-Gebäude am Skulpturenpark. Eltern mit Kindern stehen auch im Fokus der neuen Marketingoffensive in Hoyerswerda. FOTO: LR / Sascha Klein

Hoyerswerda. Hoyerswerda möchte sich ein neues Image verpassen. Weg von den Vorurteilen der 1990er- und 2000er-Jahre – hin zur Familienoase.

Die schlimmsten Rückbau-Jahre sind erst einmal vorbei, Hoyerswerda ist bunt, Neustadt und Altstadt sind großenteils saniert, die rassistischen Übergriffe in Hoyerswerda fast 30 Jahre her – und trotzdem wird Hoyerswerda den Schatten der Vergangenheit nicht los. Außerhalb hat die Stadt – offenbar – bei vielen einen miesen Ruf.

Henry Weiher, der seit 2015 beim Haarschneider in Hoyerswerda arbeitet und mit seiner Familie in der Stadt lebt, hat genau diese Erfahrung gemacht. „Als meine Freunde in Dresden gefragt haben, wo ich denn jetzt wohne, und ich Hoyerswerda gesagt habe, kam von denen erst ‚Ooooh’“, sagt Weiher. Mit diesem „Ooooh“ war einerseits Verwunderung, anderseits Mitleid verbunden. Solche Reaktionen hat er öfter bekommen, sagt er. Wobei: Auch er hat vor einigen Jahren erst überlegen müssen, ob Hoyerswerda sein Lebensmittelpunkt werden soll. Allerdings: Als Nachwuchs unterwegs war – die Liebste kommt aus Hoyerswerda – hat es für die kleine Familie nur eine Variante gegeben: Hoywoy. Eines nervt Henry Weiher: „Ich will mich nicht für Hoyerswerda entschuldigen müssen. Weil es nichts gibt, wofür sich die Stadt verstecken muss.“

Unternehmen stört schlechtes Image

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