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Lausitzer Seenland

Überleiter 7 ist endgültig begraben

Der Überleiter 7 sollte über eine Distanz von 700 Metern den Partwitzer See (im Vordergrund) mit dem Blunoer Südsee (hinten) verbinden.FOTO: Peter Radke / foto-radke@gmx.de Fotograf

Klein Partwitz. Das Dresdner Wirtschaftsministerium räumt dem Kanal zwischen Partwitzer See und Blunoer Südsee keinerlei Priorität ein. Die Einheimischen protestieren.

Er sollte 700 Meter lang werden, eine Schleuse erhalten und dazu zwei Brücken. Doch daraus wird definitiv nichts mehr. Der Überleiter 7 ist begraben. „Er hat keine Priorität“, sagt Marco Henkel, Referent beim Dresdner Wirtschaftsministerium, nüchtern. Aus diesem Grund seien auch keine Planungen und Kostenschätzungen vorhanden. In früheren Jahren geisterte die Summe von zehn Millionen Euro über dem Kanal. Warum der Überleiter zwischen dem Partwitzer See und dem Blunoer Südsee nicht gebaut wird, begründet Marco Henkel so: „Er ist für die Sanierung der Tagebau-Restseen nicht erforderlich und würde demzufolge ausschließlich touristisch zu nutzen sein.“

Das ist den Kanal-Befürwortern Ort von Beginn an klar gewesen. Dennoch ist die Enttäuschung groß. Beispielsweise bei Siegfried Rasper aus Klein Partwitz. Er hatte vor rund zehn Jahren eine Bürgerinitiative zum Bau des Überleiters 7 ins Leben gerufen. „Eigentlich wäre dieser Kanal der Höhepunkt der neuen Seenplatte. Schließlich handelt es sich um die günstigste Verbindung vom Partwitzer See in den Ostteil der Restlochkette. Ich selbst lege das Vorhaben nicht zu den Akten, will weiter darum kämpfen.“

Rasper weist darauf hin, dass das Spreetaler Seengebiet jetzt nur über den Überleiter 6 erreicht werden könne. Allerdings müssten Boote und Schiffe auf dem angrenzenden Neuwieser See eine ziemlich schmale Fahrrinne benutzen. Schließlich befinden sich dort Flächen des Naturschutzgroßprojektes Lausitzer Seenland. Eine Stellungnahme vonseiten der Naturschützer gibt es allerdings noch nicht.

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