ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Siegfried Rasper fordert, dass sich der Zweckverband Lausitzer Seenland Sachsen (LSS) mit ganzer Kraft hinter den Überleiter 7 stellen sollte. Er verweist auf den Leipziger Raum, wo in die dortige Bergbaufolgelandschaft südlich der Messestadt sehr viel Geld investiert worden sei, das auch und gerade den Touristen zugute komme. „Wir wollen hier in der Lausitz auch ein Stückchen von diesem Kuchen abhaben“, fordert der Klein Partwitzer.

Zweckverband LSS und Tourismusverband Lausitzer Seenland merken an, dass eine Kanalrealisierung allein aus Paragraf-4-Mitteln des Verwaltungsabkommens zur Bergbausanierung möglich sei. Für die laufende Periode (bis Ende 2022) funktioniere das jedoch nicht mehr. Und selbst wenn: Dann müssten andere wichtige Vorhaben zurückgestellt werden. „Eine Überlegung, ob das Projekt weiterverfolgt werden soll, ist somit im Gesamtverbund zu betrachten und mit der Notwendigkeit und Finanzierung anderer Vorhaben zu vergleichen“, sagt Kathrin Winkler, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes. „Dies kann nicht so einfach erfolgen und bedarf weiterer Gespräche mit den verantwortlichen der Region“, fügt sie an. Die gleiche Ansicht vertritt auch Daniel Just, Geschäftsführer des Zweckverbandes LSS.

Der Bautzener Landrat Michael Harig (CDU) ist ein Befürworter des Überleiters 7. „Er war stets Bestandteil des Seenverbandes im Lausitzer Seenland. Deshalb erachten wir eine Umsetzung als sinnvoll.“ Harig schlägt vor, bei künftigen Verwaltungsabkommen zu prüfen, ob der Kanal realistisch sei. Allerdings müsse ebenso geschaut werden, dass im Zuge eines Kanalbaus keine anderen wichtigen Vorhaben gestrichen werden.

Der Überleiter 7 sollte über eine Distanz von 700 Metern den Partwitzer See (im Vordergrund) mit dem Blunoer Südsee (hinten) verbinden.FOTO: Peter Radke / foto-radke@gmx.de Fotograf
top