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Knappenroder Wünsche zum Bürgerhaushalt

56 Schritte bis zum Glück

Das Bürgerzentrum Knappenrode ist im November 2009 eröffnet worden. Früher ist es jahrzehntelang Schule gewesen. Dort ist unter anderem auch das Büro des Ortsvorstehers. Knappenroder nutzen es regelmäßig für Familienfeiern. FOTO: LR / Sascha Klein

Knappenrode. Von der Küche bis zum Saal des Bürgerzentrums Knappenrode ist es weit. Jetzt hofft der Ortschaftsrat auf ein kleines Stück neue Küche.

Es sind genau 56 Schritte. 56 Schritte durch einen elend langen Flur, die diejenigen zurücklegen müssen, die von der Küche des Knappenroder Bürgerzentrums in den großen Saal wollen. 56 Schritte, die manchmal ärgerlich lang werden können. Zum Beispiel dann, wenn jemand gut vier Dutzend volle Sektgläser auf einem Servierwagen zu transportieren hat. Deshalb wünschen sich manche im Ort ein Stückchen Küche mit Geschirrspüler und Spüle nahe des großen Saals – im alten Stuhllager.

Donnerstag, 15.30 Uhr: Die Steuergruppe des Bürgerhaushalts Hoyerswerda ist zu Gast im Bürgerzentrum. Ortsvorsteher Otto-Heinz Lehmann und mehrere Ortschaftsräte erwarten die Gruppe aus der Stadt. Die Frage steht: Wieso wollen die Knappenroder noch eine Küche, wenn sie denn schon eine große haben? Den Wunsch nach einem Stückchen Küche im Stuhllager haben einige Einwohner beim Bürgerhaushalt aufgeworfen – und die Steuergruppe konnte sich zunächst keinen Reim darauf machen, was damit genau gemeint ist.

Also steht Steuergruppen-Sprecher und Stadtrat Uwe Blazejczyk in der Bürgerzentrum-Küche und lässt sich gemeinsam mit den anderen Steuergruppen-Mitgliedern den Fall erklären. Bis zu 80 Gäste passen in den großen Saal. Aber die Küche ist davon relativ weit entfernt. Das heißt: Wer jemanden verköstigen will, muss alles in der Küche vorbereiten und dann mit Essen und Getränken den Mini-Spaziergang in den Saal unternehmen. Senf vergessen? 56 Schritte hin und 56 Schritte zurück. Daraus entsteht die Idee einer kleinen Teilküche nahe des Saals: Das spart jede Menge Lauferei und macht den Saal für Gäste attraktiver. Denn einige Ortschaftsräte haben schon festgestellt, dass Gäste den Saal kein zweites Mal buchen, weil sie merken, dass es sehr weite Wege zu bewältigen gibt.

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