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Bautzen/Hoyerswerda

Borkenkäferplage weitet sich aus

Borkenkäfer sind durch Wärme und Trockenheit seit mehr als einem Jahr ein Riesenproblem für alle Waldbesitzer. Sie vermehren sich auch in diesem Jahr wieder rasant. FOTO: dpa / Roland Weihrauch

Bautzen/Hoyerswerda. In den Wäldern des Landkreises Bautzen kämpfen die Bäume mit der Trockenheit – zum Vorteil der Schadinsekten.

Die Trockenheit in den Wäldern verschärft die Situation des Borkenkäferbefalls. Wie das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft mitteilt, würden dem Borkenkäfer Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad zum Schwärmen reichen. Die Trockenheit verursache vor allem bei der Fichte als Wirtsbaumart von Buchdrucker und Kupferstecher deutlichen Wasserstress. Das bedeutet: Die Anfälligkeit für einen Befall steigt.

Nach Angaben der Bautzener Kreisverwaltung hat es im Juni 2019 im Landkreis einen Zugang an durch Buchdrucker befallenem Holz von 9000 Kubikmetern gegeben. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es im gleichen Zeitraum gerade einmal knapp 100 Kubikmeter. Das zeige, so Pressesprecherin Sabine Rötschke, wie dramatisch die Situation weiterhin ist.

Seit Anfang Juli schlüpft  die neue Käfergeneration und bohrt sich in weitere Bäume ein. Es steht und liegt nach wie vor zu viel nicht aufgearbeitetes Holz im Wald, heißt es seitens der Kreisverwaltung. Waldbesitzer und Unternehmen tun ihr Bestes, seien aber kaum in der Lage, die Massenvermehrung in den Griff zu bekommen.

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