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Hoyerswerdaer Stadtgeschichte

Kufa und Kunstverein entdecken gemeinsam Stadtgeschichte

Helene Schmidt (l.) und Angela Potowski lesen Texte von Brigitte Reimann. FOTO: Katrin Demczenko

Hoyerswerda. Im ehemaligen Centrum-Warenhaus ist mit Filmaufnahmen, Texten und Liedern an den Aufbau der Hoyerswerdaer Neustadt erinnert worden.

Viele Menschen haben sich Samstagabend im ehemaligen Centrum-Warenhaus, heute Teil des Lausitz-Centers, an die Anfänge von Hoyerswerda-Neustadt und vom Gaskombinat Schwarze Pumpe (GSP) vor über 60 Jahren erinnert. Der Vorsitzende des Kunstvereins, Martin Schmidt, sagte: „Es ist schön, dass die Stadt zeigt, dass sie eine Geschichte hat.“ Mit der Autorin Brigitte Reimann, dem Rockpoeten Gerhard Gundermann und mit Prof. Konrad Zuse, Erfinder des Computers, müsse sie sich auch nicht verstecken.

Die Veranstaltung begann mit einer seltenen Filmaufnahme aus dem deutschen Rundfunkarchiv, in der Brigitte Reimann über Pläne für ihr Buch „Die Geschwister“ sprach. Aus ihren Tagebüchern und Briefen lasen Angela Potowski und Helene Schmidt vom Kunstverein, wodurch die Zeit des Aufbaus mit ihren Konflikten lebendig wurde.

Christian Völker-Kieschnick sang Lieder von Gerhard „Gundi“ Gundermann, der ab 1967 bis zu seinem Tod 1998 in Hoyerswerda und Spreetal gelebt hat. In HoyWoy I heißt es: „Deshalb können wir nicht voll Andacht stehn, sondern müssen immer dahinter sehn“. Seine Texte zeigen, dass er ehrlich und kritisch auf Hoy­erswerda, den Braunkohlebergbau, in dem er gearbeitet hat und die Gesellschaftssysteme der DDR sowie der Bundesrepublik geblickt hat. Christian Völker-Kieschnick schlug vor, die Zetkinstraße im Wohnkomplex (WK) I in Gundermann-Straße umzubenennen, zumal dort schon viele Personen der Stadtgeschichte eine Straße haben.

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