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Kommentar

Für Reisendewenig einladend

Jahrelang hat die Bahn beim Übergang am Bahnhof Hoyerswerda alle Augen zugedrückt – jetzt macht sie ernst. Der kleine Übergang für Radler und Eltern mit Kinderwagen bleibt aus Sicherheitsgründen geschlossen.

Immerhin beginnt bald auch der Betrieb der Niederschlesischen Magistrale. Dann werden viel mehr Züge als bisher auf der Strecke rollen. Von daher ist die Entscheidung der Bahn nachvollziehbar. Für viele Reisende ist das trotzdem ein Serviceverlust sondergleichen. Auf diesem Weg sind sie mühelos innerhalb von 20 Sekunden auch am letzten Gleis 4 gewesen. Jetzt müssen sie Rad, Koffer oder Kinderwagen erst die Treppe hinunter tragen und später wieder hinauf. Was klar ist: Für manche Reisende wird es jetzt unattraktiver sein, ab Hoyerswerda Zug zu fahren. Das ist umso ärgerlicher, weil es ab Dezember endlich wieder eine Verbindung von Hoyerswerda nach Görlitz gibt. Dann ist Service wichtig, um zu zeigen, dass die Bahn eine Alternative ist. Auch für das Lausitzer ­Seenland ist das ein schlechtes Zeichen. Hoyerswerda könnte neben Senftenberg der Bahnhof sein, an dem Touristen, die mit dem Zug kommen, aussteigen. Wenn dann die erste Seenland-Erfahrung ist, dass es für Radler und Familien nur Treppen und kaum Service gibt, ist das nicht besonders einladend. ⇥Sascha Klein

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