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Kommentar

Sorbisch soll attraktiver werden

FOTO: LR / Sebastian Schubert

Marcel Braumann legt ein atemberaubendes Tempo vor. Erst Regionalvorsitzender der Domowina in Hoyerswerda – und ein paar Wochen später will er die Weichen dafür stellen, dass eine sorbische Institution nach Hoyerswerda kommt.

Das verdient Respekt. Weshalb Braumann Unterstützung verdient: Er will nicht zunächst Millionen Euro in Beton investieren, sondern gleich in die Förderung sorbisch/wendischer Sprache. Das ist gut, weil diese Sprache ein Stück Lausitzer Kulturgut ist. Sie gehört zu dieser Region wie die Spree, wie Bautzen, Cottbus und eben Hoyerswerda. Sie muss erhalten bleiben und gehört von mehr Menschen gesprochen als von den Sorben in der Oberlausitz und den Wenden in der Niederlausitz selbst. Braumanns Vorstoß ist zudem sinnvoll, weil er einen Ort schaffen will, an dem Sorben wie Wenden ihre gemeinsame Tradition pflegen und weiterentwickeln können. Dass als Ort gerade die Krabatmühle zur Diskussion steht, ist ideal. Sie steht wie kein anderer Fleck in der Region für die Verbindung von Tourismus, Krabat-Sage und sorbischem Leben. ⇥Sascha Klein

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