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Lauta

Mit der FSV-Fahne durch Russland

Daniel Naaß und Daniel Richter (mit Deutschland-Fahne) überqueren die Grenze zu Russland. Die beiden Lautaer schlafen während ihrer Reise in diesem Transporter. Bisher sind sie damit gut gefahren, sagt Naaß. FOTO: Daniel Naaß

Lauta/Jekaterinburg. Die Lautaer Daniel Naaß und Daniel Richter sind bei der Fußball-WM. Sie haben dabei eine Wette zu laufen. Immer dabei: ein besonderer Waschbär.

Sie sind gerade 3100 Kilometer von zu Hause weg – in Sarapul. Es ist ein Zwischenstopp bei guten Freunden. Die beiden Lautaer Daniel Naaß (42) und Daniel Richter (45) leben gerade einen Traum. Der eine – Naaß – bekommt einmal mehr Russland hautnah. Es ist seine vierte Reise im Riesenreich. Der andere – Richter – bekommt fast ein halbes Dutzend WM-Spiele zu sehen. Die Freunde sind so etwas wie die Lautaer Fraktion bei der Fußball-WM. „Mein Kumpel Daniel Richter ist großer Fußballfan“, sagt Naaß. „Ich war vor der WM nur ein einziges Mal im Stadion. Ich bin hier mehr so der Reiseführer.“ Naaß hat einst fünf Jahre in Moskau gearbeitet. Ihn zieht es immer wieder nach Russland. Die Russen seien immer noch Freunde der Deutschen, sagt der Lausitzer. Trotz Sanktionen und trotz der vielen Kritik aus dem Westen.

Die beiden Lautaer schlafen im Mercedes-Transporter von Naaß. Der selbstständige Handwerker hat ihn zum Schlafmobil umgebaut. „Wir schlafen auch immer mitten in den Städten“, sagt Naaß. „Es gab noch nie irgendwelche negativen Momente.“

Und doch gab es einen negativen Moment: die 0:1-Auftaktpleite der deutschen Mannschaft gegen Mexiko im Luschniki-Stadion in Moskau. Naaß und Richter waren hautnah dabei. „An uns hat es nicht gelegen“, sagt der Lautaer. Sie haben immer mitgesungen und Fahne geschwenkt. Apropos Fahne: Da haben sie eine echt schräge Wette zu laufen. Mit dabei ist immer eine große Fahne des FSV Lauta – blau und weiß, überhaupt nicht zu übersehen. Der Deal: Wenn sie es schaffen, dass die Fahne im deutschen Fernsehen gezeigt wird, bekommen sie von den FSVern eine Grillfete. Und das haben sie im zweiten Spiel bereits geschafft – bei Senegal gegen Polen im Moskauer Spartak-Stadion. Wann auch immer der senegalesische Trainer im Bild war – ganz weit entfernt am Oberrang – war FSV Lauta deutlich zu erkennen. Da können die Fußballer schon mal Bier, Steak und Würstchen bereitlegen, wenn die beiden Abenteurer wieder zu Hause sind.

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