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Baustart

Neue Visitenkarte für die Kreisstadt

Mit dem Segen von Pfarrer Jan Mahling (l.) versenkten Jörg Drews (M.) und Gregor Lucas die Zeitkapsel im Grundstein für das Bauprojekt. FOTO: Uwe Menschner

Bautzen. Für den Neuaufbau des Bautzener Bahnhofes ist jetzt der Grundstein gelegt worden. Zu den künftigen Mietern zählt das Landratsamt.

Das ist keine Grundsteinlegung wie jede andere. „Schließlich legt man nicht jeden Tag den Grundstein für einen Bahnhof.“ Es klang fast wie ein Stoßseufzer, den Gregor Lucas ausstieß. Und tatsächlich war es ein besonderer und mit großem Interesse erwarteter Termin – die Grundsteinlegung für den Neuaufbau des Bautzener Bahnhofs. Gemeinsam mit seinem Mitgesellschafter Jörg Drews wird Lucas das historische Gebäude in ein Verwaltungs- und Geschäftszentrum verwandeln. Acht Millionen Euro investieren beide als Gesellschafter der Drews & Lucas GbR und mithin als „zwei Bautzener Familien, die etwas zur Attraktivität der Stadt und ihres Umfeldes beitragen möchten und dafür mit ihrem Privatvermögen haften“, wie Jörg Drews betonte.

Dass der bekannte Bautzener Unternehmer dies so explizit klarstellte, war sicher kein Zufall. Gab es doch in den letzten Wochen eine recht kontrovers geführte Diskussion über ihn und sein wirtschaftliches wie auch gesellschaftliches Wirken in Bautzen. Der von der Internetaktivistin Annalena Schmidt („Schmanle“) erhobene Vorwurf: Drews, der auch als Geschäftsführer der Hentschke Bau GmbH fungiert, versuche, sich durch diverse Bauprojekte und Sponsoringaktivitäten Sympathien und politischen Einfluss in Bautzen zu „erkaufen.“ Der führende Kopf des wohl größten Bautzener Unternehmens mit hiesigen Wurzeln war in der Vergangenheit mehrfach in Verbindung mit der Initiative „Wir sind Deutschland“ aufgetreten, hatte sich allerdings unlängst in einem Zeitungsinterview von dieser distanziert. Dennoch werde er es sich auch künftig nicht nehmen lassen, das Zeitgeschehen kritisch zu reflektieren.

Und die Motivation, sich für den Bahnhof zu engagieren, bestehe eben nicht in wirtschaftlichem und stadtpolitischem Kalkül: „Vielmehr wollen wir an einem für unsere Beschäftigten und für deren Familien attraktiven Umfeld mitwirken. Denn nur so wird es uns auch in Zukunft gelingen, die dringend benötigten Fachkräfte für unser Unternehmen zu gewinnen. Insofern gibt es schon eine Portion Eigennutz – aber nicht in dem Sinne, wie man es uns zuweilen unterstellt“, so Jörg Drews.

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