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Schwarzkollm

Sorbisch-Zentrum an der Mühle?

Das Jurij-Brezan-Haus auf dem Gelände der Krabatmühle Schwarzkollm steht im Fokus der Überlegungen, gezielt mehr sorbische Kinder- und Jugendangebote in der Lausitz zu machen. Das Projekt soll das gesamte sorbisch/wendische Siedlungsgebiet umfassen. FOTO: Krabatmühle Schwarzkollm

Hoyerswerda. Domowina-Regionalchef macht einen ersten Vorschlag für eine sorbische Institution in Schwarzkollm und Hoyerswerda.

Eine erste Idee für eine sorbische Institution in Hoyerswerda liegt auf dem Tisch. Marcel Braumann, neuer Vorsitzender des Hoyerswerdaer Domowina-Regionalverbandes, will einen Teil der Krabatmühle in Schwarzkollm zu einem Gesamtlausitzer Zentrum für Kinder mit klarem Fokus auf die sorbische Sprache machen. Ein besonderer Blick liegt dabei auf dem „Jurij-Brezan-Haus“. Veranstaltungen könnten jedoch auch an anderen Orten in der Region stattfinden. Der 55-Jährige nennt als Beispiele Zeißig und den sorbisch ausgeschilderten Hoyerswerdaer Zoo. Braumann hat sich auf die Fahnen geschrieben, eine sorbische Institution in die Region Hoyerswerda zu holen.

Seinen Vorschlag hat Braumann  Susann Schenk, Vorsitzende der Stiftung für das sorbische Volk, und dem Bundesvorsitzenden der Domowina, David Statnik, unterbreitet, wie er der RUNDSCHAU bestätigt hat. Nun gelte es, die Antwort abzuwarten und die öffentliche Diskussion voranzutreiben, so Braumann weiter. Sein Ziel: Der Stiftungsrat, der sich im März neu konstituiert, soll die finanziellen Weichen ab 2021 möglichst so stellen, damit aus der Idee anschließend auch Realität wird. Das Geld, das die Stiftung verwaltet, kommt vom Freistaat Sachsen, vom Land Brandenburg sowie vom Bund.

Tobias Zschieschick, Geschäftsführer der Krabatmühle gGmbH, freut sich über diese Idee: „Dieser Vorstoß hat realistische Chancen“, sagt Zschieschick auf RUNDSCHAU-Nachfrage. „Wir haben schon länger nach einer Verzahnung mit der Stiftung für das sorbische Volk gesucht. Bislang ist uns das nicht gelungen“, betont er. Das Jurij-Brezan-Haus sei bereits auf Kinder- und Jugendarbeit ausgerichtet. Für weitere institutionelle Angebote ist es laut Zschieschick bestens geeignet. „Ich kann das nur befürworten. Es würde unsere inhaltliche Arbeit stärken.“ Die inhaltliche Arbeit ist die Förderung sorbischer Sprache, Kultur und Tradition.

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