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Marcel Braumann ist Vorsitzender des Domowina-Regionalverbands Hoyerswerda. FOTO: LR / Sascha Klein

Zudem soll es in Hoyerswerda ein Büro mit einer Koordinatorin oder einem Koordinator geben. Diese Person soll einerseits Kontakte zu Bildungseinrichtungen in der Krabat-Region knüpfen und pflegen, darüber hinaus Sorbisch-Unterricht und sorbische Ganztagsangebote unterstützen. Vorbild ist dabei Cottbus. Dort gibt es bereits eine solche Jugend-Koordinatorin. „Ich möchte gerne einerseits auf positive Erfahrungen mit einer Jugend-Koordinatorin in Cottbus zurückgreifen und andererseits gewährleisten, dass bereits erfolgreiche Akteure in der Hoyerswerdaer Region einbezogen werden“, sagt Braumann.

Der 55-Jährige will erreichen, dass dieses neue Zentrum sowohl ober- als auch niedersorbische Angebote macht und damit die erste komplett gesamtsorbische Institution ohne Zentralen oder Filialen in Sachsen und Brandenburg wird. Der Ort ist für Braumann perfekt – im Herzen der Lausitz. Auch die Verbindung zur Figur des Krabat sei ideal. Wie der Hoyerswerdaer Domowina-Regionalvorsitzende betont, gebe es sprachpädagogische Krabat-Materialien in Sorbisch und Wendisch.

Laut dem 55-Jährigen ist ein weiteres Argument für den Standort Schwarzkollm, dass es dort keine Baukosten und mit dem Verein und der gGmbH an der Krabatmühle funktionierende Strukturen gibt, die bei Bedarf ausgebaut werden könnten. Im Dezember hatte Braumann „den Bautzener Zentralismus“ kritisiert, weil nahezu alle wichtigen sorbischen Institutionen in Bautzen konzentriert sind. So soll das Areal der Alten Posthalterei in Bautzen neuer Sitz des Sorbischen Instituts werden. Braumann hatte diesen Schritt kritisiert und betont, es brauche sorbische Institutionen auch in der Fläche. Hoyerswerda sei dabei bislang ein weißer Fleck.

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