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Strukturwandel in der Lausitz

Hoyerswerda wird Uni-Stadt

Ein Hörsaal der TU Dresden: In einigen Jahren sollen künftige IT-Experten auch in der Lausitz studieren. FOTO: dpa / Arno Burgi

Hoyerswerda. Dank der Strukturwandel-Millionen des Bundes soll innerhalb der kommenden zwei Jahrzehnte ein Campus am Scheibe-See entstehen.

Es ist kein April-Scherz mitten im August: Hoyerswerda soll nach Plänen der Technischen Universität Dresden und der Sächsischen Staatskanzlei zum Universitätsstandort werden – ein Zuse-Campus für die Zuse-Stadt. Ziel ist es, in Hoyerswerda regelmäßig bis zu 3000 Studenten auszubilden und am Scheibe-See einen IT-Campus zu errichten. In der Lausitz soll ein Satellitenstandort der TU entstehen. Erste Studenten könnten sogar schon in den nächsten Jahren kommen.

200 Millionen Euro für den Campus am Scheibe-See

Die Grund-Idee: Am Westufer des Scheibe-Sees soll dank der Strukturwandel-Millionen ein Campus entstehen. Das würde ein bis zwei Jahrzehnte dauern. Eine IT-Uni könnte insgesamt 200 Millionen Euro kosten. Dabei würde das Campus-Gelände etwa 100 Millionen Euro kosten, Labors und Testflächen für autonome Systeme noch einmal 50 Millionen Euro. Jährliche Kosten für Beschäftigte: etwa 15 Millionen Euro. Dazu kommt eine Heimstatt für Studenten. „Studenten kommen heutzutage auch wegen des Lebensumfelds“, so Uwe Aßmann, Dekan für Informatik an der TU Dresden. Zudem wollen sie preisgünstig wohnen. Der Plan: Ein Studentenwohnheim oder ein Studentenwohnhaus mit Seeblick und Sonnenuntergang – plus schneller Verbindung zur nächsten Stadt. Das könnte Interessierte aus der halben Welt anlocken. Aßmann hat zunächst Osteuropa und den fernen Osten im Blick. Studiensprache wäre englisch.

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