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Trödelmarkt-Philosophie:

Für jedes alte Stück findet sich irgendwann jemand ein

Auf dem Antik- und Trödelmarkt in Hoyerswerda: Peter Litzbarski inmitten seiner nostalgischen Schätze. FOTO: Katrin Demczenko

Der Trödelmarkt in Hoyerswerda lockt sogar bei Regen Händler und Kundschaft an.

Hoyerswerda Von der Nähmaschine bis zur alten Amiga-Schallplatte des Bergsteigerchors „Kurt Schlosser“, von der rustikalen Zinkbadewanne bis zum Weingläser-Satz aus Bleikristall – auf einem Trödelmarkt gibt es quasi nichts, was es nicht gibt. Das war auch am vergangenen Wochenende in Hoyerswerda so, wo trotz starker Regengüsse der Antik- und Trödelmarkt am Gondelteich über die Bühne ging.

Marktleiter Matthias Lehmann freute sich, dass trotz des anfänglich heftigen Regens Händler aus Kamenz, Dresden, Meißen, der Niederlausitz und Hoyerswerda gekommen waren. Getreu dem Grundsatz „Gekauft wie gesehen ohne Garantieansprüche“ wechselten auch diesmal zahlreiche Gegenstände den Besitzer.

Maik Stahnke aus Hoyerswerda hatte stabil geflochtene Weidenkörbe, eine Wanne und mehrere Gießkannen aus Zink mitgebracht, wie sie vor hundert Jahren in Gebrauch waren. Solche Gegenstände findet er bei Haushaltsauflösungen oder er erfährt von Freunden, wo Menschen bäuerlichen Hausrat abgeben wollen. An seinem Stand zog aber vor allem eine große Bahnhofsuhr die Aufmerksamkeit der Kunden auf sich. Als vor einiger Zeit ein Bahnhofsgebäude in ein Wohnhaus umgebaut wurde, wollten die neuen Besitzer das Relikt aus DDR-Zeiten nicht behalten, erzählte der Trödelhändler. Nun versucht er, dieses spezielle Stück an einen Eisenbahnliebhaber zu verkaufen. „Für jedes Teil kommt irgendwann irgendjemand“, ist seine Erfahrung. Nur Geduld braucht es eben bis zu diesem Augenblick.

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