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Gastronomie im Seenland

Vom „Weißen Ross“ geht es in den Bahnhof

Maik Herzog ist Inhaber der Gaststätte „Zum Weißen Ross“ in Lohsa. Im kommenden Jahr will er dort ausziehen - und bis dahin den alten Bahnhof der Gemeinde zum neuen Restaurant-Höhepunkt in Lohsa machen. FOTO: Maik Herzog

Lohsa. Gastronom Maik Herzog will sich in Lohsa vergrößern. Allerdings müssen mehr Touristen her.

Seit sieben Jahren geht Maik Herzog in der Gaststätte „Zum Weißen Ross“ ein und aus. Damit ist bald Schluss. Der junge Gastronom hat sich entschieden, seinem selbst betriebenen Lokal im Herzen von Lohsa den Rücken zu kehren.

Aber: Von der gastronomischen Bildfläche verschwinden, das liegt ihm fern. Er bleibt im selben Ort und in der selben Branche. „Ich habe den alten Bahnhof in Lohsa gekauft“, erzählt der 33-Jährige. Ab Dezember soll dort umgebaut und verschönert, ausgestattet und geräumt werden. In seiner Gaststätte „Zum Weißen Ross“ ist es ihm zu klein geworden. „Ich brauche beispielsweise eine größere Küche“, sagt Herzog. Mehr Gäste möchte er anlocken und das ginge nur mit Übernachtungsmöglichkeiten. Acht Zimmer sollen am neuen Standort eingerichtet werden. Der gebürtige Lohsaer beobachtet seit Jahren, wie der Tourismus auch in seinem Heimatort wächst. Er will investieren. Wer ihm geduldig zuhört: die Linken-Bundestagsabgeordnete Caren Lay, die sich über die Situation im Lausitzer Seenland informiert. Vieles konzentriere sich immer auf die Seen in der nördlicheren Lausitz, „der östliche Teil wird weniger gesehen und vermarktet“, äußert Lay. Und tatsächlich: „Wir fühlen uns hier ein wenig verloren und abgehängt“, gesteht Maik Herzog. Das aber liege auch an den Unternehmern, die sich noch besser zusammenschließen könnten. „Wir wollen etwas bewirken, aber das kostet Geld.“

Maik Herzog spricht von Prospekten und weiterem Marketing für die eigene Gemeinde. „Ein bisschen sind wir selbst daran schuld, andererseits sind die zentralen Gewässer wie der Senftenberger See zu weit weg von uns“, so seine Gedanken. „Aber man könnte die potenziellen Gäste von dort nach Lohsa locken“, sagt Caren Lay. Machbar, aber schwierig, denkt Herzog. Schließlich versuchen die Unternehmer an anderen Standorten auch, ihr Publikum für sich zu behalten.

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