Lauta

Wer bekommt das DRK-Domizil?

Das alte Kinderwochenheim soll verkauft werden. Zurzeit nutzt es der DRK-Ortsverband Lauta für Tafel und Kleiderkammer. FOTO: Sascha Klein / LR

Lauta. Seit Wochen schwelt der Streit um das alte Kinderwochenheim in Lauta. Am Montag soll der Stadtrat nun endlich entscheiden. Die Frage ist: Mehrgenerationenwohnen, Ärztehaus oder Hundezentrum? Und: Was passiert mit dem DRK, das das alte Gebäude zurzeit nutzt?

Das Rennen um den Verkauf des ehemaligen Kinderwochenheims beginnt Montagabend um 18 Uhr. Austragungsort ist der große Konferenzsaal im Technologiezentrums Lautech in der Straße der Freundschaft.  Der Lautaer Stadtrat mit seinen 19 stimmberechtigten Räten wird den Sieger des Rennens küren.  In dem Rennen geht es um den lang diskutierten Verkauf des städtischen Grundstücks an der Friedrich-Engels-Straße 42/43. Das etwa 11 200 Quadratmeter große Grundstück samt Hauptgebäude (ehemaliges Kinderwochenheim) und zwei weiteren Nebengebäuden, auf dem derzeit der Ortsverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) sein Domizil hat, ist der Gewinn.

Drei Bieter sind derzeit als Kaufinteressenten im Rennen. Auf der  Starterposition befindet sich der Lautaer Martin Geyer mit seiner Projektidee „Dogwerk“ als Hundezentrum. Er hatte als Erster nach einer erfolglosen Ausschreibung der Stadtverwaltung ein Angebot bei der zweiten Ausschreibung abgegeben. Das war im zweiten Quartal 2017. Erst durch einen Fauxpas der Verwaltung, bei dem die Angebotssumme in Höhe von 33 000 Euro öffentlich genannt wurde, musste der Verkauf ein drittes Mal ausgeschrieben werden. Dieses Mal kamen zwei weitere Angebote dazu. So bieten auf den weiteren Positionen das Ehepaar Vetter aus Leippe für die Nachnutzung des Objektes als Mehrgenerationswohnen für 40 000 Euro sowie die Ärztin und Stadträtin  Elisabeth Petsch für eine Nachnutzung als Gesundheitszentrum mit drei verschiedenen Arztpraxen, Tagespflege und Physiotherapie für 37 000 Euro. Auch Martin Geyer hat auf sein Angebot noch einmal erhöht und liegt nun bei 35 000 Euro.

Teile des Gebäudes sind gut 100 Jahre alt. Früher diente das Gebäude als Krankenhaus für Lautawerk.FOTO: Sascha Klein / LR
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