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Teurer Straßenausbau

Die Gerechten von Leippe-Torno

Karl-Heinz Löffler (parteilos), Ortsvorsteher von Leippe-Torno. FOTO: LR / Jan Siegel

Leippe-Torno. Im Land Brandenburg läuft die Debatte um Straßenausbaubeiträge. Viele betroffene Bürger empfinden diese als ungerecht. Die RUNDSCHAU beleuchtet das Thema daher umfassend: Was sagen die Bürger, was die Parteien? Wie ist die Rechtslage? Heute berichten wir über Lausitzer Kommunen, in denen der Straßenausbau ohne Beiträge finanziert wurde.

Wer an einem normalen Wochentag durch Leippe-Torno fährt, den empfängt nicht gerade das pulsierende Leben – schon gar nicht an diesen Wintertagen. Die meisten Menschen, die hier leben arbeiten in Cottbus, Senftenberg, Hoyerswerda, Kamenz, Schwarze Pumpe oder Dresden – oder sie sind schon Rentner. Die Bewohner haben ihre Grundstücke in Schuss. Alles wirkt aufgeräumt und ordentlich.

Leippe-Torno, gelegen zwischen Hoyerswerda und Senftenberg, hat vor zwölf Jahren seine kommunale Eigenständigkeit verloren und gehört seitdem zur sächsischen Stadt Lauta. Der Ortsteil Torno war tatsächlich erst entstanden, als in den 1930er-Jahren die Industrie um Lauta boomte. Arbeiter aus den Tagebauen und dem Lautawerk, einer bedeutenden Aluminiumhütte, bauten sich in Torno ihre Siedlungshäuschen.

Auffällig sind nicht nur die gepflegten Grundstücke in Leippe-Torno, auffällig ist auch der Zustand der kommunalen Straßen – alle tipptopp. Karl-Heinz Löffler ist stolz darauf. Der heute 68-Jährige sitzt im Gemeinderat seit den 1990er-Jahren, war ehrenamtlicher Bürgermeister bis ins Jahr 2006 und ist seit der Angliederung nach Lauta Ortsvorsteher von Leippe-Torno.

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