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Kroatische Feier in der Lausitz

Kroatien lernt den Krabat kennen

Die Republik Kroatien hat ihren Unabhängigkeitstag in diesem Jahr in der Lausitz gefeiert - und Krabat kennengelernt. Hochrangigster Gast war Kroatiens Außenminister Gordan Grlic Radman (r.) neben Erzbischof Nikola Eterovic. Von links: Wittichenaus stellvertretender Bürgermeister Georg Szczepanski, Wittichenaus Bürgermeister Markus Posch, Sachsens Landtagspräsident Matthias Rößler, MKH-Geschäftsführer Tobias Kockert. FOTO: LR / Sascha Klein

Kotten. Einmal im Jahr begeht Kroatien seinen Unabhängigkeitstag. Im Jahr 1991 hatten sich die Kroaten vom jugoslawischen Zentralstaat abgespalten. Diesen Tag haben sie jetzt in der Lausitz begangen – und einen Kroaten kennengelernt, der bereits seit mehr als 300 Jahren tot und in der Lausitz eine Legende ist.

Anlässlich des kroatischen Unabhängigkeitstages hat die Republik Kroatien am Dienstag Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in die Krabat-Milchwelt nach Kotten eingeladen. Unter anderem ist auch Kroatiens neuer Außenminister Gordan Grlic Radman in der Lausitz gewesen.

Hintergrund des Besuchs in der Region ist Krabat. Der gebürtige Kroate und Reiterobrist, der 1704 in Wittichenau beigesetzt worden ist, soll auch beim Thema Tourismus für mehr Zusammenarbeit zwischen Sachsen und Kroatien sorgen. Grlic Radman besuchte am Vormittag erst eine Messe in Ralbitz, anschließend Krabats Grab in Wittichenau.

Sachsens Landtagspräsident Matthias Rößler (CDU) sagte, Sachsen erinnere sich sehr deutlich an die Tapferkeit und Klugheit des echten Krabat, der auf deutsch Johann Schadowitz und auf kroatisch Janko Sajatovic geheißen hatte. Zudem hätten Sachsen und Kroatien mit dem Zusammenbruch des Kommunismus jeweils ihre Erfahrungen beim Freiheitskampf gemacht. Jedoch, so schränkte Rößler ein, Sachsen habe diese Erfahrungen im Gegensatz zu den Kroaten friedlich machen können. Ziel sei es, zwischen dem Freistaat und dem jüngsten EU-Mitglied weitere Brücken zu bauen – wirtschaftlich und auch touristisch.

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