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Neues Winterquartier ist fertig gestellt

Schutz im alten Wasserwerk

Udo List, Leiter des Naturparks Niederlausitzer Landrücken, erklärt das neue Fledermausquartier in Bergen.FOTO: LR / Anja Brautschek

Bergen. Bergener Pumpenhaus wurde als Fledermausquartier umgebaut.

Nachdem das ehemalige Wasserwerk in Bergen (Stadt Luckau) jahrzehntelang leer stand, soll nun wieder neues Leben in die alten Gemäuer einziehen. Die Überreste wurden als neues Quartier für heimische Fledermäuse umgebaut.

„Das Wasserwerk steht schon solange leer, dass kaum ein Bergener noch davon wusste“, erzählt Udo List, Leiter des Naturparks Niederlausitzer Landrücken. Das Werk wurde in den 1970er-Jahren stillgelegt und ist seitdem unbenutzt. Es liegt etwas abseits des Ortskerns inmitten eines ursprünglichen Waldes – ideale Voraussetzungen für die heimischen Fledermausarten. Aus diesem Grund wurde das alte Pumpenhaus als Winterquartier für die Tiere umgebaut. Projektträger ist der Nabu-Regionalverband „Biologischer Arbeitskreis Alwin Arndt Luckau“. Die Kosten für den Umbau – rund 15 000 Euro – wurden über die Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg gefördert.

Lage und Umgebung sind beste Voraussetzungen für den Ruheplatz. Der Ort Bergen bietet durch alten Gebäudebestand und Streuobst-Bäume viele Sommer-Verstecke. Der umgebende Wald ist ebenfalls gekennzeichnet durch alte Bäume, die von Fledermäusen gern als Tagesruheplatz oder Wochenstube genutzt werden. In der Region heimisch sind unter anderem die Mopsfledermaus, das Braune und Graue Langohr, die Breitflügelfledermaus oder die Fransenfledermaus. Nur wenige Kilometer weiter im Görlsdorfer Wald leben etwa 13 unterschiedliche Arten.

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