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Rettung in letzter Sekunde

Bröselndes Sorgenkind: Markt 13

Der Giebel und andere Teile des historischen Gebäudes Am Markt 13 sind stark beschädigt. Rettungsmaßnahmen sollen die Sicherheit wiederherstellen. Perspektivisch will die Stadt das Gebäude sanieren und nutzen. FOTO: LR / Anja Brautschek

Das historische Gebäude ist in einem desolaten Zustand. Rettungsmaßnahmen sind notwendig. Erste Ideen zeigen dennoch: Es steckt Potenzial drin.

Der Giebel des Luckauer Hauses Am Markt 13 zeigt deutliche Risse im Putz und ist stark verformt. Die Stuckelemente lösen sich bereits. Auch der Schwamm breitet sich zunehmend aus. Das einst opulente Bürgerhaus ist mittlerweile in „einem kritischen Zustand“, bringt der Architekt Dr. Achim Krekeler vom gleichnamigen Büro die Situation auf den Punkt. „An manchen Stellen ist es bereits fünf nach 12“, sagt er während des Bau- und Wirtschaftsausschusses am Dienstagabend.

Um den weiteren Verfall des denkmalgeschützten Gebäudes aufzuhalten, sei schnelles Handeln gefragt. Eine Art Rettungsaktion ist nunmehr notwendig. Denn die Liste an Mängeln und Problemen ist lang. Der Giebel ist nicht mehr mit dem Dachtragwerk verbunden und droht abzustürzen. Eine Art Stützkorsett aus Balken und Ankern verhindert das seit einigen Jahren. Selbst das Fundament ist zum Teil angegriffen, fehlt an anderen Stellen sogar komplett.

Der Stucksaal im Erdgeschoss, das Herzstück des Gebäudes, ist über die Jahre des Stillstandes ebenfalls nicht vom Verfall verschont geblieben. Die Decke ist vom Schwamm geschädigt. Balken sind morsch, die Eisenträger im Keller verrostet und Außenwände haben sich über Jahrzehnte langsam verformt. Die Nebengebäude im Hof wie Speichergebäude und Eiskeller sind in ähnlich desolatem Zustand.

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