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Toller Erfolg für Verein

Eine Ruine wird zum Hingucker

Wo jetzt noch letzte Feldsteine von den früheren Außenwänden zu beräumen sind, zeigt Vereinschef Günter Ukro schon den Platz für die künftige Open-Air-Bühne. Die Glasfront am Giebel lässt sich öffnen. Von der Bühne führen Stufen in den Innenraum. FOTO: Carmen Berg / LR

Heinsdorf. Die Sanierung der Heinsdorfer Kirche geht in den Endspurt. Noch Spenden willkommen.

Nach zehn Jahren Bauzeit gehen die Arbeiten an der Heinsdorfer Kirchenruine in den Endspurt. „Es war ein langer Weg, was wir erreicht haben, grenzt an ein Wunder“, sagt Günter Ukro, Vorsitzender des Fördervereins zur Sanierung des Gotteshauses. Gern zeigt er Gästen den außergewöhnlichen Bau, der mit gläserner Giebelfront und einem Lichtband auf Feldsteinmauern den Bogen von der Historie in die Moderne spannt.

Als sich der Verein mit 23 Mitgliedern 2007 gründete, standen nur noch Reste des gotischen Glockenturmes. Die zu DDR-Zeiten bis auf 2,50 Meter abgetragenen Wände des Kirchenschiffes lagen unter Schutt und Asche begraben. 1965 war Günter Ukro zufolge der letzte Gottesdienst gefeiert worden. Die Leute wollten ihre Kirchenglocken wieder hören, damit habe alles angefangen, blickt er zurück.

Seit dem Jahr 2008 wurden der Turm saniert, im vorderen Teil des Kirchenschiffes die Wandreste gesichert und mit einem Tonnendach aus Holz geschützt. Der Glasgiebel und das Lichtband zwischen Dach und Mauern geben dem neu entstandenen Kirchenraum das ganz besondere Flair. Unlängst wurde über den unebenen Original-Klinkern ein Holzfußboden verlegt. „So wird der Raum behaglicher“, sagt Günter Ukro. An drei beleuchteten Bodenfenstern soll der historische Untergrund zu sehen bleiben.

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