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Vorschau

Liebknecht war Fan von Karl May

Marina Gadomski mit der Erstausgabe von Winnetou 4 aus dem Jahr 1910, die auch Liebknecht gelesen hat. FOTO: LR / Carmen Berg

Spannendes und Überraschendes können Besucher 2019 im Niederlausitz-Museum erleben.

Karl Liebknecht  aus ungewohnten Blickwinkeln zu zeigen, das will die Sonderaustellung „Verurteilt. Verherrlicht. Vergessen?“, mit der das Veranstaltungsjahr  im Niederlausitz-Museum beginnt. Von 1916 bis 1918 war der einstige SPD-Reichstagsabgeordnete, bekennende Kriegsgegener und KPD-Mitbegründer wegen Hochverrats im Luckauer Zuchthaus inhaftiert.  Die Beziehungen der Luckauer zu ihm stehen im Fokus der Ausstellung, die im November eröffnet wurde und bis zum 14. April zu sehen ist. Doch auch darüber hinaus ist die Schau in den nächsten Wochen weiter für Überraschungen gut, macht Museumsleiterin Marina Gadomski neugierig.

Wer hätte zum Beispiel vermutet, dass Liebknecht mit Winnetou-Autor Karl May mehr gemeinsam hatte als den Vornamen?  „Zwei Pazifisten – Karl May und Karl Liebknecht“ lautet das Thema eines Vortrages, zu dem Kurator Dr. Burghard Ciesla sowie André Neubert, Leiter des Karl-May-Hauses in Hohenstein-Ernstthal, am 15. März im Niederlausitz-Museum erwartet werden. Beide seien an Völkerverständigung interessiert und Kapitalismuskritiker gewesen, sagt die Museumsleiterin. Und Liebknecht habe immer wieder gern Karl May gelesen, offenbar auch während seiner Zeit in Luckau, erzählt sie.

Bereits am 15. Februar hält das Begleitprogramm zur Ausstellung den Defa-Film „Trotz alledem“ aus dem Jahr 1972 bereit, kündigt die Museumsleiterin weiter an. Der Streifen beleuchtet die letzten Tage im Leben Karl Liebknechts von seiner Entlassung aus dem Zuchthaus bis zu seiner Ermordung vor 100 Jahren, im Januar 1919.

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