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Erinnerungen und Erlebnisse in Bildern

Syrischer Künstler stellt in Zieckauer Kirche aus

Mit seinen Bildern verarbeitet der syrische Künstler Kheireddin Obeid seine eigenen Erlebnisse und Erinnerungen an seine syrische Heimat. FOTO: Lothar Treder-Schmidt

Zieckau. Werke stellen Errinnerungsbruchstücke aus dem Leben des Malers und Grafikers dar. Ausstellung war zuvor bereits in Berliner Galerie zu sehen.

In der Dorfkirche in Zieckau können Kunstinteressierte derzeit ein besonderes Kunsterlebnis verfolgen. Der syrische Künstler Kheireddin Obeid aus Idlib gibt in einer kleinen Ausstellung einen Einblick in sein künstlerischers Handwerk. Der 49-Jährige Maler und Grafiker nutzt vor allem leuchtende Farben, um in seinen scheinbar fröhlichen Bildern unterschiedlichste Geschichten zu erzählen.

Er spricht dabei von der Schönheit, Reichtum und Buntheit der Kultur Syriens. Typische Motive und Erinnerungsbruchstücke wirken dabei wie in einem Vexierspiegel: gespiegelt, gebrochen und neu zusammengesetzt in Bruchstücken, Splittern, Lichtreflexen. Deutlich wird: Kheireddins arbeitet mit Elementen des Konstruktivismus, aber zugleich erkennen wir immer wieder die Einflüsse traditionsreichen orientalischer Ornamentik.

Neben der Widerspiegelung von Erinnerungsbruchstücken, Lichtstimmungen, Farben und Atmosphären seiner syrischen Heimat erschließt sich bei näherer Betrachtung auch eine gesellschaftskritische Dimension. „Allein die vielfältigen Brechungen in den Bildern sind ja nicht nur Farbenspiel, sondern – leider – auch Realitätswiedergabe einer gebrochenen, nicht mehr klar fassbaren Existenz und einer zerbrochener Heimat in vielerlei Hinsicht“, sagt Lothar Treder-Schmidt.

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