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100 Jahre Ortsverein

Luckauer SPD würdigt Ortsvereins-Gründer

Mit dem Niederlegen von Blumen an seinem Grab ehrte der SPD-Ortsverein den Luckauer SPD-Gründer Karl Holland. FOTO: Birgit Keilbach

Luckau. Dank Karl Holland wurde Luckau offenbar kampflos übergeben. Spätere Bereicherungs-Vorwürfe wurden nicht bestätigt.

Mit einer Gedenkminute und dem Niederlegen von Blumengebinden am Grab ehrten die Mitglieder des Luckauer SPD-Ortsvereins sowie weitere Vertreter der Partei aus dem Landkreis am Freitag den Gründer des ersten Ortsvereins der Sozialdemokraten in der Berstestadt, Karl Holland. „Sein Wirken für die Stadt wollen wir heute würdigen“, sagte die Vorsitzende des Ortsvereins, Kathrin Veh.

Der 1884 in Dahme geborene Karl Holland wuchs in einer sozialdemokratisch geprägten Familie auf, wie Marina Gadomski, Leiterin des Niederlausitz-Museums Luckau mit ihrem Einblick in die Biografie Hollands nahe brachte. Ab 1906 arbeitete er bei der Luckauer Firma Moschütz, gründete im Herbst 1918 den SPD-Ortsverein, der am 4. Januar 1919 offiziell bestätigt wurde.

Bis 1933 war Karl Holland dessen Vorsitzender, Stadtverordneter, Beigeordneter und hatte verschiedene Funktionen in der Kreisverwaltung inne. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde er verhaftet, kam für drei Monate ins Konzentrationslager und durfte nicht wieder nach Luckau zurück. Er arbeitete ab 1942 bei der Fimag in Finsterwalde. Weitere Schikanen folgten, 1944 wurde er abermals verhaftet, entkam knapp einem Mordanschlag.

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