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Auf dem Prüfstand

Vollnarkose für Ferkel?

Über eine Maske atmen die Ferkel in dem Isofluran-Gerät das Narkose-Gas ein und sind innerhalb von Sekunden betäubt. Zusätzlich wird ein Schmerzmittel verabreicht. So soll eine schonende Kastration ermöglicht werden. FOTO: Bauernverband Südbrandenburg

Luckau. Anfang 2021 ist Schluss mit der betäubungslosen Kastration von Ferkeln. Doch was sind die Alternativen? Der Bauernverband Südbrandenburg testet nun ein neues Verfahren.

Männliche Ferkel werden in ihren ersten Lebenstagen kastriert – bislang in der Regel ohne Betäubung. Damit soll zum 1. Januar 2021 Schluss sein. Dann tritt ein Verbot des betäubungslosen Ferkel-Kastrierens in Kraft. Doch was sind die Alternativen für Landwirte? Der Bauernverband Südbrandenburg hat dazu ein Gerät zur Inhalationsnarkose der Ferkel mit Förderung durch das Ministerium angeschafft und getestet. Es ist laut eigenen Angaben das erste Gerät in ganz Brandenburg.

Die Ferkel werden dabei in einer Haltevorrichtung fixiert und atmen über eine Maske das Narkosegas Isofluran ein. Innerhalb von Sekunden sind die Tiere narkotisiert und somit zur Kastration betäubt. Zusätzlich wird ein Schmerzmittel verabreicht, um den Wundschmerz in der Aufwachphase zu vermeiden. Seit März dieses Jahres wird das Gerät in der Agrargenossenschaft Ländeken in Meinsdorf (Amt Dahme) auf die Alltagstauglichkeit getestet. „Es ist eine relativ sichere Methode und schonend für die Tiere“, erklärt Borjana Dinewa-Zelt vom Bauernverband Südbrandenburg. Obwohl die jungen Ferkel für das Verfahren von der Mutter getrennt werden müssen, sei kaum Aufregung bei den Tieren zu spüren.

Landwirte sollen Narkose selbst durchführen können

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