ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
Sanierung geplant

Neue Chance für Trauerhalle

Die Trauerhalle in Waltersdorf scheint gerettet. Fachkundige Einwohner wollen sie in Eigenleistung sanieren. Eine entsprechende Planung ist bereits erarbeitet. Von der Gemeinde gibt es dafür ein Budget über 5000 Euro. FOTO: LR / Anja Brautschek

Waltersdorf. Waltersdorfer Trauerhalle soll nun doch saniert werden. Einwohner konnten sie vor dem Abriss bewahren. Sie haben sich bereiterklärt, die Standsicherheit wiederherzustellen.

Die Trauerhalle auf dem Friedhof in Waltersdorf (Gemeinde Heideblick) scheint gerettet. Die Gemeindevertreter haben in ihrer Sitzung am Montagabend die Sanierung einstimmig beschlossen. Damit ist der Abriss der Trauerhalle vom Tisch.

Zwei fachkundige Einwohner, Dipl. Ing. Gerhard Weichert und der Baufachmann Friedrich Jänichen, haben sich für den Erhalt der Trauerhalle eingesetzt und dessen Sanierung in Eigenleistung geplant. Demnach sollen zwei Zuganker, die an den beiden Längswänden der Trauerhalle eingezogen werden, den weiteren Verfall stoppen. Das Gebäude wurde 1968 errichtet. Über die Jahrzehnte hat der Zahn der Zeit deutlich daran genagt. An den Seitenwänden sind die Risse deutlich zu erkennen. Setzungsrisse, wie es in einen Anschreiben der Bauordnungsbehörde des Landkreises Dahme-Spreewald hieß. Zudem wurden Neigungserscheinungen des Giebels in Richtung Straße festgestellt. Daraufhin wurde in Absprache mit einem Mitarbeiter der Heideblicker Verwaltung eine Nutzungssperre verhängt. Die Gemeinde hat zu dieser Zeit die Ursachen in einem zu schwachen Fundament vermutet und daher den Abriss angeschoben.

Doch die Pläne sind auf Widerstand seitens der Waltersdorfer gestoßen. Sie wollen ihre Trauerhalle behalten. Das wurde bereits im Dezember während einer Einwohnerversammlung deutlich. Vor allem das Herz von Friedrich Jänichen hängt an dem Gebäude. Er war vor 50 Jahren an dessen Bau beteiligt und ist daher von dessen Stabilität überzeugt.

top