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Ich kaufe regional

Tante-Emma-Laden mit Zukunft

Der Dorfladen von Kerstin Keil ist das einzige Geschäft in dem sich die Wahlsdorfer und die Bewohner der umliegenden Dörfer mit Waren des täglichen Bedarfs eindecken können. Der nächste Supermarkt ist 20 Kilometer entfernt. FOTO: LR / Stephan Meyer

Wahlsdorf. 2015 drohte dem Wahlsdorfer Dorfladen das Aus. Mit einem neuen Konzept konnte die Nahversorgung vor Ort gesichert werden.

Tante Emma ist vom Aussterben bedroht. Kleine Lebensmittelgeschäfte, insbesondere im ländlichen Raum, verschwinden zunehmend von der Bildfläche. Betreiber geben auf oder finden keinen Nachfolger. Den Wahlsdorfer Dorfladen hingegen hat ein anderes Schicksal ereilt. Vor knapp drei Jahren übernahm Kerstin Keil das Geschäft und hauchte ihm neues Leben ein.

Die Regale und Kühltruhen in ihrem Laden sind umfangreich gefüllt. Nudeln, Konserven, Fleisch, Milchprodukte und vieles mehr. In der näheren Umgebung ist das Geschäft für die knapp 350 Einwohner (inklusive Gemeindeteil Liepe) die einzige Einkaufsmöglichkeit. Die nächste ist 20 Kilometer entfernt, sagt Kerstin Keil. Eine circa 20-minütige Autofahrt nach Dahme/Mark. Gerade für ältere Menschen und Menschen mit Behinderung ist das eine große Herausforderung.

Lange hat Kerstin Keil überlegt, ob sie das Geschäft denn übernehmen solle. Der vorherige Inhaber wollte 2015 aus Altersgründen schließen. Ortsvorsteher Thomas März suchte nach einer Lösung und sprach die Wahl-Wahlsdorferin an. Die gelernte Computerfachfrau zog der Liebe wegen in das Dorf. Ursprünglich stammt sie aus Sachsen-Anhalt. Ihre Liebe, ihr Mann Guido, war es auch, die sie ermutigte den Laden weiterzuführen. Doch ihr war klar, so wie bisher konnte es mit den Dorfladen nicht weitergehen. Ein neues, zeitgemäßes Konzept musste her. Allein mit dem Verkauf von Lebensmitteln würde sich der Laden nicht rentieren. Ein Bistro sowie eine kleine Bar mit einer Schankanlage sollten das Ladeninnere ergänzen.

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