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Landrat auf Stippvisite in Langengrassau

Gute Adresse für junge Fachkräfte

Manfred Kühne erklärt Landrat Stephan Loge, Bürgermeister Frank Deutschmann und Wirtschaftsförderungs-Chef Gerhard Janßen (v.r.n.l.) die moderne Technik von Mähdreschern FOTO: LR / Anja Brautschek

Langengrassau. Technische Werkstätten Langengrassau legen Fokus auf Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter.

Ohne Laptop geht in der Werkstatt der Technischen Werkstätten Langengrassau GmbH (TWL) nichts mehr. Wenn Mähdrescher, Traktor oder Melkmaschine einen Fehler aufweisen, wird zuerst das Diagnose-Gerät angeschlossen. Denn Landmaschinen sind heute hochmodern und über Drahtlos-Systeme vernetzt. Landwirtschaft 2.0 sozusagen. „Wenn ein Traktor in Guben kaputt geht, dann können wir hier in Langengrassau den Fehler auslesen“, nennt Manfred Kühne ein Beispiel. Er hat den Betrieb 1990 gegründet. Heute wird das Unternehmen von Sohn Roberto Kühne geleitet. LDS-Landrat Stephan Loge (SPD) und Gerhard Janßen, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft, haben gemeinsam mit Heideblicks Bürgermeister Frank Deutschmann das Langengrassauer Unternehmen besucht.

Vor allem in Nachwuchs-Fachkräfte investiert das Unternehmen. Drei bis vier Lehrlinge werden jedes Jahr eingestellt. Für das neue Ausbildungsjahr sind bereits zwei neue Azubis gefunden. Viele bleiben nach der Lehre, so Manfred Kühne. Mit regelmäßigen Schulungen und Fortbildungen können sie sich dort in ihrem Beruf weiter qualifizieren. Bei der rasanten Entwicklung der Technik sei das auch notwendig, so Kühne. Mitarbeiter erhalten außerdem die Möglichkeit, sogar in Australien, in einer Partner-Werkstatt des Landmaschinenherstellers Claas, ihren Erfahrungsschatz zu erweitern. Das ist eine einmalige Gelegenheit, fremde Kulturen und Arbeitsweisen kennenzulernen. Das scheint insbesondere bei jungen Leuten gut anzukommen.

In der Werkstatt – personell der größte Bereich des Unternehmens – ist der Altersdurchschnitt vergleichsweise niedrig. „Die Mitarbeiter in der Werkstatt sind im Durchschnitt 35 Jahre“, sagt er. Bei vielen habe schon der Vater im Betrieb gearbeitet. „Das spricht für das Unternehmen und ist etwas, was sich viele wünschen“, betont Landrat Stephan Loge. Um auch künftig ein attraktiver Arbeitgeber zu sein, soll das Arbeitsumfeld weiter modernisiert werden. Noch in diesem Jahr wird der Sozialtrakt der Werkstatt um- und ausgebaut. Dann gibt es sowohl für Mitarbeiter als auch Kunden künftig mehr Platz. Rund 350 000 Euro will die TWL dafür investieren.

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