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Bürgerdialog

Was Migration bedeutet

Diakonin Birgit Kaselow (r.) und Sozialarbeiterin Natalya Zimina vom Migrationsfachdienst für Zuwanderer in Lübben haben im Rathaus einen Informationsstand zum Bürgerdialog betreut. Jeder Gast durfte mit bunten Kugeln abstimmen, wo er sich zu Hause fühlt. FOTO: Ingrid Hoberg / LR

Lübben. In Lübben wird zur Rolle der EU und den Befindlichkeiten vor Ort diskutiert.

„Migration und Flucht: Wie soll die EU handeln? Was haben wir damit zu tun?“ - zu diesem Thema hatte das Brandenburger Europaministerium und die Europäische Kommission in Deutschland am Dienstagabend ins Lübbener Rathaus eingeladen. „Das ist eine gute Frage: Was haben wir in Lübben mit diesem Thema zu tun“, stellte Lars Kolan (SPD) einleitend fest. Der Bürgermeister hatte die Schirmherrschaft für diese Veranstaltung übernommen, die auch in weiteren sechs Brandenburger Städte stattfindet.

„Wieso kommen die Menschen zu uns? Wie sollen wird sie integrieren? Diese Fragen bewegen die Lübbener“, sagte er. Die Probleme gebe es im Alltag, wenn Kontakte zu Vermietern hergestellt werden müssen, wenn es darum geht, wie Asylverfahren besser laufen könnten und wenn es darum geht, was von den Neubürgern erwartet werden könne. „Es ist wichtig, dass die Europäische Kommission in Deutschland erfährt, was die Menschen vor Ort bewegt. Wie ein faires und friedliches Miteinander möglich ist, darüber wollen wir miteinander sprechen“, sagte Kolan vorab.

Zunächst gab Richard Kühnel von der Europäischen Kommission in Deutschland eine Einführung mit historischem Hintergrund zum politisch brisanten, aber keineswegs neuen Thema. Migration sei ein normaler Prozess, doch es sei nicht zu verkennen, dass die Zahl der Menschen zunimmt, die auf der Flucht sind. In Europa sei es eine Frage der Solidarität, dass alle Länder einbezogen werden.

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