ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
Mit Herz und Ausdauer

Der Hartnäckige

Falkner Schwarz am Koboldsee. Unbeirrt ist er über fast drei Jahrzehnte drangeblieben. Es ging darum, das Gewässer nach Eigentumsunklarheiten wieder in Pacht und damit auch in feste Bewirtschaftung zu nehmen. Ob und wie das geht, prüfte der Bund - und prüfte, und prüfte... Ende August wurde jetzt der Vertrag unterschrieben. FOTO: Schirling

Lübben. Wenn man eine Herzensangelegenheit verfolgt, macht man sich manchmal auch unbeliebt. Falkner Schwarz weiß das. Doch der Lübbener Angler weiß auch, dass sich der Kampf lohnen kann – zum Beispiel der um den Koboldsee.

Verwunschen in einer Senke zwischen Straupitz und Sacrow liegt etwas, was dem Kreisanglerverband und seinem Vorsitzenden Falkner Schwarz einen jahrzehntelangen Kampf wert war: der Koboldsee. Nach der Wende ins Preußenvermögen übergegangen, verschwand er ab 2008 endgültig im Dickicht der Behörden und schien selbst für Eingeweihte in der Gemengelage zwischen Bund und Land unauffindbar. Eine Rundschau-Recherche spürte ihn 2016 in der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben auf, die zu diesem Zeitpunkt schon seit Längerem prüfte, ob er – wie gewünscht – ans Land Brandenburg übertragen werden könnte, die ihn wiederum – wie versprochen – an die Kommune weiterreichen wollte. Von dort aus erst könnte ihn der Kreisanglerverband in Pacht nehmen und damit all die Hege- und Pflegemaßnahmen wieder aufnehmen, auf die Angler und Koboldsee ein gutes Vierteljahrhundert verzichten mussten. Und darauf wartete er seit den ersten Kauf- beziehungsweise Pachtanträgen von 1992.

Jahre später ist es nun soweit. Der See wurde 2018 an die Gemeinde Spreewaldheide übergeben, die Pacht ausgeschrieben und diesen Sommer an den Kreis­anglerverband vergeben. Die Tinte unter dem entsprechenden Vertrag darf angesichts der langen Wartezeit noch fast als feucht gelten. Aber: Er ist seit Ende August unterschrieben.

Herzensmenschen FOTO: LR / Schubert, Sebastian
top