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Kultur

Vom Kreuz befreit

Laudator Uwe Mücklausch (stehend) während der Ausstellungseröffnung von Lithografien Fritz Cremers in der Dahmer Kirche St. Marien. FOTO: LR / Ingvil Schirling

Dahme. Auf Initiative von Pfarrer Carsten Rostalsky werden in der Dahmer Kirche St. Marien Lithografien von Fritz Cremer gezeigt.

Das Kreuz zerbrechen, vom Kreuz springen, sich die Dornenkrone herunterreißen und befreien – derlei Szenen sind derzeit in der Dahmer Kirche St. Marien zu sehen. Vor wenigen Tagen eröffnete Pfarrer Carsten Rostalsky mit Laudator Uwe Mücklausch eine kleine, aber sehr feine Ausstellung mit neun Lithografien zum Motivkreis „Gekreuzigter“ des großen Künstlers Fritz Cremer.

„Genug gekreuzigt!“, heißt es derzeit in der Dahmer Kirche St. Marien.FOTO: LR / Ingvil Schirling

„Ich verehre ihn sowohl als Bildhauer als auch als Grafiker“, bekannte Uwe Mücklausch gleich zu Beginn. Der Berliner Künstler hat mehr als ein Standbein in der Region und an der Sanierung der Dahmer Kirche St. Marien ebenso Anteil. Für die Ausstellung kniete er sich nochmals tief in die Biographie des 1906 geborenen und in einer Bergarbeiterfamilie als Ziehkind aufgewachsenen Künstlers, Kommunisten und Gläubigen. Im Zentrum des Abends stand vor allem dessen Menschenbild: Trotz (oder wegen) eigener Schicksalsschläge und dramatischer Ereignisse im Leben ist es positiv, kraftvoll, sinnlich, ermächtigend und selbstbestimmt.

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