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Der kleine Wartesaal des ehemaligen Bahnhofs war bis auf den letzten Quadratzentimeter voll mit Gästen der Eröffnung. Etwa 70 waren gekommen, ließen sich berühren von den Erfahrungen der Schülerinnen, die ungefähr in demselben Alter sind wie die jüngsten unter den Häftlingen. Ihre Fragen, ihr Ansatz hatte Lehrerin Heike Kaps-Brettschneider mitgerissen und Weigelt, als Historiker sonst eher sachlich geprägt, ebenso sehr berührt. „Was mich gepackt hat“, sagte Meret Hoffman als eine der Schülerinnen, „war der Vergleich, wie mein Leben abläuft, wie viel wir heute haben, wie dankbar wir sein sollten.“ Sie hatte sich mit dem Themengebiet Alltag im Lager beschäftigt, andere mit den historischen Zusammenhängen oder dort geborenen Kindern.

So hatten sich die Schülerinnen die Aspekte aufgeteilt. Dazu kamen Zeitzeugengespräche, viel Recherche, auch im Internet, und die Diskussion der großen Frage nach dem „Warum“ mit Historiker Andreas Weigelt. Herausgekommen ist eine doppelt so große Wanderausstellung wie ursprünglich geplant, die auch an Schulen gezeigt werden soll, ein Begleitheft – und T-Shirts in Grau. Sie tragen in großen weißen Lettern die Aufschrift „Jamlitz (über-)lebt“.

An einem Büchertisch konnten sich die Gäste der Ausstellungseröffnung über das Thema informieren und das Begleitheft gegen eine Spende mitnehmen.FOTO: LR / Ingvil Schirling
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