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Herzensmensch und Vollblut-Feuerwehrmann

„Das Herzgefühl entwickelt man“

Viel Erfahrung und Wissen, Spürsinn und das Herz auf dem rechten Fleck machen einen Vollblut-Feuerwehrmann aus. Ronald Judis, Kreisbrandmeister a.D., hatte zwei herausfordernde Jahre, ehe er im Dezember mit großem Zapfenstreich auf dem Lübbener Marktplatz verabschiedet wurde. FOTO: LR / Ingvil Schirling

Lübben/Töpchin. Die neue RUNDSCHAU-Serie „Herzensmenschen“ startet mit Kreisbrandmeister a.D. Ronald Judis und seinen unglaublichen Erlebnissen bei der Feuerwehr. Judis gehört zu den sieben Brandenburgern, die morgen am Neujahrsempfang des Bundespräsidenten teilnehmen.

Es gibt Herzensmenschen, die brennen für ihre Sache. Und es gibt Vollblut-Feuerwehrleute, die sich dem Schutz des Gemeinwohls verschreiben. Ronald Judis ist beides. In den letzten beiden Jahren seiner Zeit als Kreisbrandmeister in Dahme-Spreewald dürfte er bis auf die Knochen geprüft worden sein von den Ereignissen, die von ihm und den Feuerwehrleuten unter seiner Führung 100-prozentigen Einsatz forderten. Die verheerenden Waldbrand-Monate im Sommer 2018 waren längst nicht das Schlimmste.

Herzensmenschen FOTO: LR / Schubert, Sebastian

Die Geschichte von Ronald Judis als Vollblut-Feuerwehrmann mit dem Herzen auf dem rechten Fleck beginnt vor vielen Jahren. Aufgewachsen in Jessen (Elbe-Elster) lernte er als Maschinist für Kraftwerksanlagen in Boxberg, schloss 1973 ab und ging 1980 als Berufsfeuerwehrmann zur Kommando-Feuerwehr nach Königs Wusterhausen. Sein Leben lang lernte er weiter. Ordner an Ordner reihen sich Unterlagen von Schulungen in seinem Zuhause am Töpchiner See. Vor allem aber lernte Ronald Judis eins: „Dass Familie nicht nur die unmittelbaren Angehörigen sind. Feuerwehr ist wie Familie. Man ist 24 Stunden zusammen und kann sich aufeinander verlassen. Das ist es eben, was Feuerwehr auch ausmacht.“

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