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Sport

Kreissportbund steckt weiter in der Krise

Der neue Geschäftsführer Norman Grätz (l.) und Schatzmeister Michael Wippold vom Kreissportbund Dahme-Spreewald haben den Landkreis gebeten, dem Verband finanziell zu helfen. FOTO: LR / Ingvil Schirling

Lübben/Luckau. Landkreis soll Förderung erhöhen, weil der frühere Geschäftsführer noch Geld bekommt.

Der Kreissportbund Dahme-Spreewald ist der Dachverband von 179 Sportvereinen im Landkreis mit insgesamt fast 20 000 Mitgliedern plus knapp 6000 Anglern. Er ist also in einer Schlüsselposition, in der in sportlicher Hinsicht sehr vieles in der Region gesteuert, angeregt und umgesetzt werden könnte. Doch nach Monaten der Krise, an deren Ende im April 2018 der Geschäftsführer entlassen wurde (die LR berichtete), und nach einer kurzen Atempause des Vertrauensaufbaus mit dem „Neuen“ Norman Grätz an der Spitze folgt nun ein weiterer Tiefschlag.

Vor knapp zwei Wochen schlug der Verband bei der Landkreisverwaltung Alarm. Der entlassene Geschäftsführer Stefan Winzig hatte geklagt. Ergebnis: Der gerichtlich festgesetzte Vergleich zwischen ihm und dem Kreissportbund bedeutete, dass dieser einen fünfstelligen Betrag an ihn auszahlen muss.

So steht es in einer Informationsvorlage, die die Kreisverwaltung den Abgeordneten am Dienstagabend im Bildungsausschuss vorlegte. „Aufgrund fehlender Rücklagen ist der Kreissportbund nicht mehr in der Lage, die Personalkosten für den neuen Geschäftsführer für die Monate September bis Dezember aufzubringen“, heißt es darin. Damit stehe die Weiterbeschäftigung des neuen Geschäftsführers sowie die Sicherung der Arbeit des KSB mit zwei weiteren hauptamtlichen Stellen auf der Kippe. Deshalb hat der Vorstand den Landkreis gebeten, die Förderung der Personalkosten um 20 000 Euro für das laufende Jahr zu erhöhen.

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