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Musikschulen öffnen Kirchen

Philharmoniker spielen für Straupitzer Orgel

Die Zuschauer in der Straupitzer Schinkelkirche honorierten das Eröffnungskonzert der Jungen Philharmonie mit minutenlangem Applaus. Peter Sommerer (vorne links) dirigierte die gut 80 jungen Musiker.FOTO: Daniel Friedrich / LR

Straupitz. Junges Orchester sammelt Spenden zur Sanierung. Weitere Kirchen öffnen ihre Türen.

Mit einem hochkarätigen Musikprogramm hat am Sonnabend die Junge Philharmonie Brandenburg in der Straupitzer Schinkelkirche gastiert. Das Konzert des Sinfonieorchesters ist zugleich Auftakt der diesjährigen Benefizreihe „Musikschulen öffnen Kirchen“ gewesen. Ziel der Veranstaltungen, die sich ins Europäische Kulturerbejahr einreihen, sind der Denkmalschutz und die Kulturpflege: Mit dem Erlös der Eintrittskarten wird die Sanierung alter Kirchen unterstützt. Zugleich bekommen junge Künstler eine besondere Bühne.

Das Konzert in der Straupitzer Kirche galt der historischen Hartig-Orgel. Das mechanische Instrument wurde im Jahr 1853 von Ludwig Hartig gebaut. Außer in Straupitz gibt es heute nur noch im Lübbenauer Ortsteil Zerkwitz eine solche Hartig-Orgel auf deutschem Boden. „Immer wieder wurde die Straupitzer Orgel baulich verändert. Anfang der 90er-Jahre gab es eine Generalüberholung. Diese verhalf ihr zum Originalklang wie zu Hartigs Zeiten“, erklärt Rainer Brost vom Gemeindekirchenrat. Eine Besonderheit jedoch blieb über all die Jahrzehnte erhalten: Der Orgelprospekt, also das äußere Erscheinungsbild, ist heute noch so zu sehen, wie ihn der preußische Baumeister Karl Friedrich Schinkel einst entworfen hat.

Ein viertel Jahrhundert nach der Generalüberholung muss die Orgel mit ihren 25 Registern nun erneut repariert werden, sagt Pfarrer Christoph Hanke: „Mit der Zeit hat sich in den Pfeifen Staub und Dreck abgelagert. Außerdem muss das Instrument neu intoniert und die Windanlage überarbeitet werden.“ Auch die Mechanik müsse sich ein Fachmann anschauen. Denn während einige Töne gar nicht mehr zu hören sind, erklingen andere ganz ungewollt. Voraussichtlich 25 000 Euro sind für das Vorhaben notwendig.

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