ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
Leerstand sinnvoll genutzt

„Wir denken in Schwarz-Weiß“

Künstlerin Sylvia Matthes hat über die Sommermonate einen leerstehenden Laden in der Breiten Straße in Lübben nutzen können.FOTO: LR / Ingvil Schirling

Lübben. Die Lübbener Künstlerin Sylvia Matthes hat in einem leerstehenden Lübbener Laden ausgestellt und ihren Kunstkalender für 2019 herausgebracht. Nun hat sie eine neue Idee.

Umweltzerstörung und der Egoismus der Mächtigen – diese beiden Themen treiben die Lübbener Künstlerin Sylvia Matthes schon lange um. Kein Wunder, dass sie auch das Agieren des US-Präsidenten Donald Trump künstlerisch verarbeitet – ebenso wie das mancher Medien in diesem Zusammenhang. Herausgekommen sind Arbeiten, an denen die Lübbener in den vergangenen Wochen und Monaten oft vorbeigelaufen sein dürften.

Das ehemalige „New Yorker“, ein jetzt leerstehendes Geschäft in der Breiten Straße, lud geradezu dazu ein, die Arbeiten dort auszustellen. Die schwarz-weißen, grafischen Fliesen und die Größe des Raumes unterstreichen die „Schwarz-Weiß-Malerei“ noch, mit der Sylvia Matthes in abstrakten Formen und großen Linien die Entwicklungen kommentiert.

„Donald Trump – wie er mit Menschen umgeht, ärgert mich so“, sagt sie. „Er explodiert, beleidigt, haut in der Politik dazwischen, kommt nicht zur Ruhe – und spielt dabei geradezu mit den Gefühlen der Menschen. Und das ärgert mich besonders.“ Trumps Egozentrik sieht sie auch anderswo. „Wir könnten so weit sein in Wissenschaft und Technik, viel weiter als jetzt, wenn wir uns nicht dauernd mit unseren Egos beschäftigen würden.“

top