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Jubiläum der Adelsfamilie

Historische Schätzchen gesucht

Dieter Klaue, Vorsitzender des Fördervereins Lieberose, präsentiert aus dem Fundus des Museums ein historisches Gemälde. Auf der Rückseite ist eine Notiz zu finden:„Der Hirsch wurde am 29. September 1944 in der Standesherrschaft Lieberose, Revier Liebitz, Jagen 5 erlegt.“ FOTO: Ingrid Hoberg

Lieberose. Zum Thema „500 Jahre Schulenburg auf Lieberose“ bereitet der Förderverein ein umfangreiches Programm vor, in dem die Standesherrschaft im Mittelpunkt stehen wird.

„Lieberoser haben noch allerhand Schätze auf Dachböden, in Kellern oder Abstellräumen“, ist sich Dieter Klaue, Vorsitzender des Fördervereins Lieberose, sicher. Er hofft, dass sich der eine oder andere von einem „Schätzchen“ trennt – beispielsweise um die Dauerausstellung im Museum der Darre  oder die neue Exposition „500 Jahre Schulenburg auf Lieberose“ zu bereichern. Dieses Jubiläum steht im Mittelpunkt der Vereinsarbeit und der Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirchengemeinde.

Nach der Urkunde von 1519 wurde die Herrschaft Lieberose an die von Schulenburg verkauft. „Daß die Herrschafft Lieberose allezeit in einen Corpore verbleibe. Die Grafen von der Schulenburg und ihre Standesherrschaft“  hieß vor drei Jahren eine vielbeachtete Ausstellung im Schloss Branitz (Cottbus), die auch überregionales Interesse für Lieberose gebracht hatte. Dass sich dieses Interesse wiederholt, hoffen die Mitglieder des Fördervereins. Im Brandenburgischen Landeshauptarchiv sind Dokumente von den Schulenburgs zu finden, die für die Branitzer Ausstellung verwendet wurden und nun in Lieberose gezeigt werden sollen.

Die Ausstellungskonzeption reicht von der Einordnung von historischen Originalen und Dokumentationen bis zum Einsatz neuer Medien. So soll beispielsweise ein Monitor angeschafft werden, über den der Film mit Annemarie Gottschald beim Schlossrundgang und Fotostrecken gezeigt werden können. Es ist geplant, die Dokumentation im Saal über die Restaurierung der Darre durch zwölf Großrepros mit früheren Schloss- und Stadtansichten von historischen Postkarten zu ersetzen. Die Dauerausstellung im Museum zur Forstgeschichte soll überarbeitet werden. „Für dieses Projekt bekommen wir von der Mittelbrandenburgischen Sparkasse  4000 Euro Fördermittel“, sagt Dieter Klaue. Geprüft wird die Möglichkeit, ein Modell vom Schloss mit seinem Umfeld zu bauen.

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