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20 Jahre staatlich anerkannter Erholungsort

Titel ist für Lübben mehr Auftrag als Würde

In 20 Jahren hat sich in Lübben jede Menge touristische Infrastruktur entwickelt. Die Idylle ist geblieben. FOTO: LR / Katrin Kunipatz

Lübben. Seit 20 Jahren ist Lübben staatlich anerkannter Erholungsort. Für den Erfolg gibt es viele Gründe.

Die Spreelagune, eine grüne und gestaltete Schlossinsel, schattenspendende Bäume beim Hafen am Strandcafé – die Liste attraktiver Erholungsorte in der Stadt Lübben ließe sich beliebig verlängern. Viel habe sich getan in den zurückliegenden 30 Jahren, betont Steffan Goertz vom Lübbener Tourismusverein. Er erinnert beim Jubiläum „20 Jahre staatlich anerkannter Erholungsort Lübben“ an die Sandwüste auf der Insel, improvisierte Stände für eingelegte Gurken, Grillhähnchen und Souvenirs. „Aber Tourismus macht keiner allein“, benennt er das Geheimnis des Erfolges. Allein der Tourismusverein Lübben und Umgebung hat 150 Mitglieder.

„Der Titel staatlich anerkannter Erholungsort ist mehr Auftrag als Würde“, sagt Bürgermeister Lars Kolan. Vor allem für die Stadt, ihre Verwaltung und die Lübbener selbst bedeute der Titel viel Arbeit und Geduld, um Ideen umzusetzen und vor allem die Einschränkungen während der Bauzeit auszuhalten. Mit der dreiwöchigen Sperrung des Houwald-Damms beginne die nächste Bewährungsprobe schon Ende August. Aber danach werde die Innenstadt enger an die Schlossinsel angebunden sein, so Kolan. Viele andere Projekte, wie die angeschobene Mobilitätsachse zwischen Bahnhof und Innenstadt, die Aufwertung des Bahnhofsumfelds und die Verlängerung des Bahnhofstunnels, machen die Stadt für Besucher attraktiv und nutzen gleichzeitig den Einheimischen. Auch in Zukunft werde Lübben mit der neuen Museumskonzeption, öffentlichen Ladesäulen für E-Autos, der Sanierung von Radwegen oder einer Brücke über den Umflutkanal etwas für die touristische Infrastruktur tun.

Über den Erfolg als Erholungsort entscheide jedoch auch, wie man sich präsentiert. Karola Borchert, von der Tourismus-Marketing Brandenburg nutzt die Feierstunde, um neue Betriebe in die Q-Gemeinschaft aufzunehmen. Das Q ist Symbol für das Zertifikat „Servicequalität Deutschland“. Mit dem Boots- und Zwei­radverleih Gebauer, der Spreewälder Ferienpension Werner und Agri Service sind drei Firmen neu in die Runde der 19 Lübbener Q-Betriebe gerückt. Sieben andere haben ihre Servicequalität bestätigt und wurden rezertifiziert. Zu verdanken sei dies vor allem den „Kümmerern“ vor Ort, so Borchert. Renate Draunick von der Tourismus, Kultur und Stadtmarketing Lübben (TKS) und Verena Micknaß von der Villa Reich vernetzen die Firmen und „sind stetiger Motor der Qualitätsstadt“.

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