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Tagespflege

Abschiedsschmerz und Vorfreude einer Tagesmutter

Susanne Jeschke war 13 Jahre Tagesmutti. Jetzt schlägt die Erzieherin beruflich neue Wege ein. FOTO: LR / Katrin Kunipatz

Zwei Lübbener Tagesmütter hören auf, bleiben aber im pädagogischen Bereich. „Hainmäuse“ wechseln in die Kita Waldhaus.

Vorfreude und Abschiedsschmerz liegen bei Susanne Jeschke gerade nah beieinander. Seit 13 Jahren betreut sie als Tagesmutter Kinder im Alter zwischen knapp einem und drei Jahren. Aber am 31. Juli ist Schluss. Ihre Kollegin Doreen Meinekat hat schon Ende Mai als Tagesmutter aufgehört. Sie wechselte in die Kindertagesstätte der Arbeiterwohlfahrt (Awo) und werde dort ab September eine Ausbildung beginnen, so Susanne Jeschke.

Nur noch diese Woche wird die gelernte Erzieherin ihre fünf „Hainmäuse“ mit festen Ritualen durch die Woche begleiten. Besonders für die kleinen Kinder schätzt die 53-jährige Lübbenerin die familiäre Situation in der Tagespflege. „Ich hole die Kleinen dort ab, wo sie sind, und habe einen Blick für die Individualität jedes Kindes“, sagt sie. Wichtig sei ihr immer gewesen, die Jungen und Mädchen in ihrer Entwicklung zu fördern. Basteln, Sport in der Turnhalle und ein Besuch der Musikschule standen jede Woche auf dem Programm. „Vor allem bin ich bei jedem Wetter mit den Kindern draußen gewesen“, so Susanne Jeschke. Sie vermutet, dass die Kinder deshalb seltener krank waren.

Das Schönste in der Zeit als Tagesmutter war die enge Bindung, die die Kinder zu ihr aufbauten. „Sie schenken einem ihr ganzes Herz“, beschreibt Susanne Jeschke. Nur leider seien die Kinder, wenn sie mit drei Jahren die Tagespflege verlassen, noch zu klein, um sich dauer­haft an diese prägende Zeit zu erinnern, fügt sie bedauernd hinzu. Anfangs, als sie die Kinder noch bis zum Schulanfang betreuen konnte, sei es anderes gewesen. Jetzt seien es vor allem die Eltern, die mit der Tagesmutter Erinnerungen austauschen oder über die weitere Entwicklung eines ihrer Schützlinge berichten.

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