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Klimaschutz

„Man muss heute schon 2050 im Blick haben“

Ist fast immer mit dem Rad unterwegs: Klimaschutzmanager Matthias Städter (33) stammt gebürtig aus Lübben und hat in Cottbus Physik studiert. Nachhaltigkeit und Energieeffizienz sind ihm auch persönlich wichtig. FOTO: Stadt Lübben / Ziemer

Lübben. Der promovierte Physiker ist seit 2016 Klimaschutzmanager der Stadt Lübben. Im Interview spricht er über Lübbens Pläne in Klimafragen und darüber, was jeder Einzelne zum Klimaschutz beitragen kann.

Herr Städter, was tun Sie persönlich für den Klimaschutz?

Städter Bis auf zwei Tage im Jahr fahre ich mit dem Fahrrad zur Arbeit. Ich wohne in einem sehr energieeffizienten Haus, meine Stromkosten sind sehr gering, da ich meine gesamte Beleuchtung auf LED umgerüstet habe. Beim Konsum versuche ich mich an lokale Produkte zu halten und ich versuche auch im Alltag, mich auf nachhaltige Mobilität zu beschränken. Ich nutze fast ausschließlich die Bahn für Dienstreisen und private Fahrten. Das sind Beiträge, die man als Privatperson ohne Einschränkung jeglichen Komforts leisten kann. Wir als Gesellschaft müssen etwas tun, das bedeutet, dass auch jeder Einzelne etwas tun muss. Es gibt dazu eigentlich kaum eine Alternative. Der Beitrag, den jeder Einzelne leisten kann, hängt natürlich von den jeweiligen Lebensumständen ab.

Warum braucht eine Kleinstadt wie Lübben eigentlich einen Klimaschutzmanager?

Städter Klimaschutz ist eine große Herausforderung für unsere Gesellschaft in den nächsten Jahren und braucht eine sehr langfristige Strategie. Unser Klimaschutzkonzept zielt auf das Jahr 2026 ab, aber man muss heute schon 2050 im Blick haben, denn Gebäude stehen im Durchschnitt 80 oder 100 Jahre lang.

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