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Ein Großteil meiner Arbeit ist die Entscheidungsvorbereitung, bezogen auf unsere Klimaziele. Ich muss auch immer wieder daran erinnern, dass wir bestimmte Projekte schon jetzt durchsetzen müssen, um unsere langfristigen Klimaziele zu erreichen.

Ihre Stelle ist dem Bauamt zugeordnet. Sind Sie also nur für bauliche Fragen zuständig?

Städter Nein, ich bin in allen Bereichen tätig. Dass ich speziell bei der Stadtplanung angesiedelt bin, ist für uns die logische Zuordnung in unserer Organisationsstruktur. Ich übernehme eine beratende Funktion und natürlich bin ich auch für fachliche Fragen da, etwa wenn es um Wirtschaftlichkeitsberechnungen oder den aktuellen Stand nachhaltiger Energieerzeugung geht. Ich bin in diesem Bereich auch für die Fördermittelbeantragung zuständig. Natürlich bin ich auch für jeden Bürger immer ansprechbar, wenn es darum geht, konkrete Ideen zu besprechen oder auf Fragen einzugehen.

Welche Ziele für den Klimaschutz hat sich Lübben gesetzt und wie werden diese umgesetzt?

Städter Im Bildungsbereich haben wir ein Kita- und Schulprojekt, das in diesem Jahr anläuft. In einem Energiesparmodell sollen Kinder und Jugendliche lernen, wie Energie erzeugt wird und wie man effektiv mit ihr umgeht. Im Gebäudebereich geht es um Energieeffizienz, also darum, weniger Energie zu verbrauchen und  mehr  erneuerbare Energien zu nutzen. Zudem ist Mobilität ein großes Thema. Lübben ist eine Autostadt, deshalb setzen wir stark auf die Elektromobilität. Ein neuer Bereich, der noch nicht in unserem Klimaschutzkonzept vorkommt, ist die Klimafolgenanpassung. Da bin ich hauptsächlich im Bereich der langfristigen Stadtplanung tätig. Konkret geht es darum, wie Gebäude nachhaltig mit Wärme versorgt werden können und wie man ein Mikroklima in bestimmten Bereichen der Stadt schaffen kann, etwa durch Grünflächenvernetzung, Dachbegrünung oder Frischluftschneisen. Auch die nachhaltige Energieerzeugung in der Stadt spielt eine Rolle, etwa mittels Photovoltaikanlagen auf den Dächern.

Es gibt Stimmen aus der Bevölkerung, die befürchten, diese Anlagen zur Erzeugung von Solarenergie könnten später zu Sondermüll werden.

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